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Ein Rathaus voller Narren

Pünktlich 11.11. ,am Sonntag, wurden in vielen Städten und Gemeinde die Rathäuser von den Narren gestürmt. Die Jahreszeit der Karnevalisten hat begonnen. Es soll die kürzeste Sessionszeit Zeit sein, schon am 6. Februar ist Aschermittwoch.

In Eisenach wollte Bausdezernentin Gisela Rexrodt wortgewaltig das Rathaus verteidigen. Sie schaffte es nicht, die Stedtfelder Narren zogen ins Rathaus ein. Praktisch wurden nur die Narren getauscht. Mattias Rochaus, der Vereinsvorsitzende, konnte den Schlüssel erneut von der Grünenpolitikerin übernehmen. OB Matthias Doht war zum zweiten Mal beim Sturm des Rathauses dienstlich abwesend.
Mit Sandsäcken (stammten noch von OB Schneider) wollte man das Rathaus verteidigen – kaum ein Stadtrat oder gar die Mitarbeiter der Verwaltung waren gekommen um ihr Haus zu schützen. Vielleicht waren sie froh die Kritiken der Narren nicht zu hören. Da ging es im leere Kassen, die beim Thüringentag vergessenen Narren aus Stedtfeld …
Rexrodts Rede, sie stammte wirklich aus ihrer Feder, aber sie bediente sich aus «Faust Der Tragödie I. Teil» und Versen von Heinrich Heine. Sie packte aus: «Stedtfelds Männer sind bekannt, ´s wird jedem Rocke nachgerannt.» Oder: «O schauerliche Lebenswirrn, wir hängen hier am roten Zwirn». Und zum OB: «Missgelaunt, sagt man, verließ er Eisenach am Hörselstrand und zu Eisleben da trifft er seinen neuen Intendant. … Doch ich hoff ´er kommet wieder, nimmt von mir die große Last, denn das ständ´ge Auf und Nieder besser zu Matthias passt.»

Vor dem Rathaus tanzte die Garde des Stedtfelder Karnevalvereins (SCV) auch die «alten Damen» zeigten ein Tänzchen. Die Luftkanone verstreute Konfetti und die Sieben Zwerge verteilten Süßes und Glühwein.

Rainer Beichler |

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