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Im Gespräch: Ulrich Stiller, Vorsitzender des Köchevereins 1990 e.V.

Der erste Ball ging schief – heute gibt es keine Karten mehr

Ein Köcheverein wurde vor zehn Jahren gegründet, warum?
Ulrich Stiller: Wir haben uns getroffen um Konfrontationen aus dem Weg zugehen. Köche aus den einzelnen Häusern haben sich zusammengeschlossen. Dann wurde der Verein gegründet.

Mit wie vielen Leuten fing es an?
Ulrich Stiller: Es waren 15 im «Kartaus-Keller» im Fürstenhof. Feierlich wurde es dann auf der Wartburg, dort waren wir dann fast 80. Der größte Teil sprach sich für den Verein aus. Erster Vorsitzender war Heiner Reif. Heute haben wir 36 Mitglieder.

Wer ist nun in diesem Verein?
Ulrich Stiller: Ordentliche Mitglieder sind Köche, aber auch Fleischer, Lieferanten und ein Zahnarzt sind in unserem Verein.

Geht es auch um fachliche Kompetenz?
Ulrich Stiller: Natürlich, bei uns sind acht Küchen-Meister aktiv, in den monatlichen Treffen geht es um einen Erfahrungsaustausch, Neues wird vorgestellt und die Aktivitäten werden geplant.

Gab es damals schon die Idee zum Köcheball?
Ulrich Stiller: Der erste Köcheball wurde 1994 ausgerichtet. Die Idee gab es schon länger, der Verein sollte vorgestellt werden.

Der erste Ball ging schief?
Ulrich Stiller: Ja, die Eisenacher dachten dort sind nur Köche präsent. Doch die Köche wollten für die Eisenacher einen Ball ausrichten.

Und heute?
Ulrich Stiller: Wir sind seit Jahren und für 2000 fast ausverkauft. Für 75 Dollar geht es am 2. Dezember auf der Panamerikastrecke von Alaska bis Feuerland um Kulinarisches. Es wird viel Neues geben.

Was macht der Verein noch?
Ulrich Stiller: Auf allen Stadtfesten sind wir, stellen uns beim SB-Markt zur Sommernachtsparty vor. Jüngst waren wir zum Hopfenfest dabei.
In der Lehrlingsausbildung sind wir aktiv. Eine Gruppe nimmt an Wettbewerben teil.
Wir haben eine Partnerschaft zur Kindereinrichtung in der Altstadtstraße.

Gibt es ein typisches Eisenacher Gericht?
Ulrich Stiller: Peter Arends, hat mit Gerhard Schneider im Lokalfernsehen ein Stiegker Gericht aus Omas Zeiten gekocht. In den Häusern gibt es Gerichte zu Bach- oder Luther-Themen.

Hat der Küchenchef vom Bürgerhaus und «Storchenturm» ein Lieblingsessen?
Ulrich Stiller (lacht): Milchreis mit Zucker und Zimt oder Griesbrei.

Die Eisenacher Köche suchen noch Rezepte und Koch-Hinweise aus früheren Eisenacher Zeiten. Immerhin soll es in den 30er Jahren vom Westbahnhof bis zum Karlsplatz rund 100 Kneipen gegeben haben.

Wer Hinweise oder Rezepte, die typisch für Eisenach sind hat, schickt sie bitte an mailto:Redaktion@EisenachOnline.de

Rainer Beichler |

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