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John Allen – der rastlose Troubadour wieder in Eisenach

Zu seinem bereits zweiten Konzert besuchte der rastlose Hamburger Troubadour John Allen am letzten Samstag die Wartburgstadt. Für Eisenach entdeckt, wurde er vor zwei Jahren durch den Jazzclub Eisenach e.V. und das Kulturcarré, auf einem Wohnzimmer-Konzert in der Leipziger Wärmehalle Süd. Es bedurfte keiner großen Überredungskunst ihn nach Eisenach einzuladen. Nachdem bereits das Konzert 2015 in der Alten Mälzerei ausverkauft war, wurde auch das diesjährige Konzert im Kleinkunstcafé Lebemann wieder sehr gut besucht. Fast 50 Leute fanden an dem Abend den Weg in die Marienstraße um den Künstler, der sich selbst „irgendwo zwischen klassischem Singer-Songwriter, Folk, Country und Punk“ ansiedelt zu lauschen. Die bedeutendsten Einflüsse auf dem musikalischen Weg, des ehemaligen Lehrers, sind Größen wie Bob Dylan, Bruce Springsteen und Tom Waits und das hört man auch noch immer. John Allen beschwört in seinen Songs die Geister der Vergangenheit, besingt die Freiheit auf der Straße, lobt den Optimismus des Neuanfangs und kokettiert mit Alltäglichem. So eingängig seine Melodiebögen sind, so schwermütig können seine Texte sein. Wer Allen zuhört, wer sieht, wie er mit seinen Instrumenten auf der Bühne verschmilzt, wie er das Gesungene immer neu zu durchleben scheint, der ahnt: Hier singt einer, der viel durchgemacht und dennoch nicht aufgehört hat, an die heilende Kraft der Musik zu glauben und ruhelos das Licht am Ende des Tunnels zu suchen.
Mario Alsleben, Inhaber des Lebemann beschreibt den Abend in wenigen Worten: „Der Mann hat den Lebemann mit Klang und Aura gefüllt. John Allen hat die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Das Konzert war wundervoll. Wir danken auch dem Publikum, dass wir Kunst darbieten durften und der Künstler gehört wurde.“ – Schöne Worte für einen schönen Abend.
Wer für das folgende Wochenende nach guter handgemachter Musik in Eisenach sucht, den empfehlen wir ein Konzert des Jazzclub Eisenach mit Fado Legende Dona Rosa in der Nikolaikirche oder ein etwas ungewöhnliches, aber nicht minder hörenswertes im Lutherhaus.

 

Foto: © Michael Schenk/Mario Alsleben

Foto: © Michael Schenk/Mario Alsleben

Michael Schenk 

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