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 | Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Beschreibung:
Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Kleine Ballerinas auf der großen Bühne

Sie ist wohl eine der eindrücklichsten Szenen der Fernsehgeschichte: jener Moment, in dem Alan Bates in dem legendären griechischen Tanzfilm Alexis Sorbas seinen Freund Alexis Sorbas (Anthony Quinn) auffordert ihm das Tanzen beizubringen. „Teach me to dance“ sind die einfachen Worte, die der junge Mann dem alten Makedonier anträgt und auf welche hin er den Sirtaki lernt wie ein junger griechischer Gott.

Doch ganz so einfach ist das mit dem Tanzen in der Realität leider nicht immer. Davon können auch 47 Mädchen und ein Junge ein sprichwörtliches Lied singen. Sie nämlich trainieren schon seit vielen Jahren unter der Leitung der ehemaligen Primaballerina des Eisenacher Landestheaters Ionka Petkova allwöchentlich Ballett- und Standardtänze.

Das ist manchmal gar nicht so einfach, alle unter einen Hut zu bekommen und dabei auch noch Spaß zu haben,

berichtet Petkova. Und dennoch schafft sie es jedes Jahr wieder, dass all jene Kinder eine bezaubernde Aufführung auf der großen Bühne des Eisenacher Landestheaters gestalten.

So auch am heutigen Tage, an dem das Kinderballett unter der Leitung der Ballerina aus Leidenschaft gleich zwei Darstellungen vor Eltern, Großeltern und Freunden geben wird. Bereits seit September hatten die Kinder und Jugendlichen für ihre Inszenierung geprobt. Einmal wöchentlich kamen sie dafür in den Ballettsaal des Landestheaters und studierten Rock´n´Roll, Tango und  Charleston. Dass dies nicht immer einfach war, davon kann der 10-jährige Mathieu berichten. Er ist der einzige Junge in der Kinder- und Jugendkompanie und damit der Hahn im Korb. Doch dass Mädchen immer zickig sind und etwas ganz anderes wollen als die Jungs, das weiß der Fünftklässler zu negieren:

Auch in der Schule ist das ein ganz anderes Verhältnis, wenn man schon immer mit Mädchen tanzt. Man hat ein ganz anderes Verständnis und ganz andere Einblicke. Das sind ja auch nur Menschen.

Ein wenig schmunzeln über die Aussage ihres jungen Mittänzers kann Elisabeth Rother. Auch sie tanzt für die Aufführungen ihrer einstigen Tanzlehrerin Ionka Petkova an zwei Terminen in Eisenach. Doch sonst ist sie nur noch selten in der Wartburgstadt. Schließlich studiert die junge Frau an der Berliner Ballettakademie Hans Vogl. Doch für ihre ehemalige Lehrerin und deren letzte Aufführung vor großem Publikum ist sie noch einmal zurück in die Heimat gekommen.

Denn auch Ionka Petkova braucht einmal etwas Erholung und wird sich in der nächsten Spielzeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Wer dann aber, wie einst Anthony Quinn, den jungen Leuten das Tanzen beibringt, das steht noch nicht fest.

Paul-Philipp Braun

Foto: Paul-Philipp Braun

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