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Podiumsdiskussion – Heidenspaß mit Luther?

Das man das Reformationsjubiläum durchaus kontrovers diskutieren kann, wurde am Dienstag, 24. Oktober, während einer Podiumsdiskussion zum Thema „Heidenspaß mit Luther?“ deutlich. Die Stadt Eisenach lud gemeinsam mit dem evangelischen Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen zu dieser Veranstaltung in den neuen Veranstaltungssaal im Museum Automobile Welt Eisenach.

Nach einem Grußwort der Oberbürgermeisterin Katja Wolf, welche sich für die zahlreichen Gäste und die Vielzahl an sehens- und erlebenswerten Veranstaltungen im Lutherjahr 2017 bedankte, übergab sie an Ministerpräsident Bodo Ramelow. Er bedankte sich ebenfalls bei Eisenach und den Eisenachern für ein erfolgreiches Lutherjahr und erntete am Ende großen Beifall als er verkündete, dass mit Unterstützung des Landes die Wartburg auch in diesem Jahr nochmal illuminiert wird -diesmal öffentlich für alle zugänglich. Bevor die Podiumsdiskussion begann, bot das Theater Rudolstadt einen kleinen Ausblick in die neue Spielzeit, mit dem Stück „Die Bibel“.

Eine große Tageszeitung titelte vor einigen Monaten, „Luther ist die Pleite des Jahres“. Für die Europäische Reformationsstadt Eisenach und die sie umgebende Lutherregion will dieser Befund allerdings nicht zutreffen. Dennoch bleibt auch hier die Frage, ob das Reformationsjahr in einer Gesellschaft, in der, wie etwa in Thüringen, weniger als 25 Prozent der Menschen überhaupt noch den traditionellen Kirchen angehören, nicht eher ein „Heidenspaß mit Luther“ gewesen ist.

Trotz der Kurzfristigkeit dieser Veranstaltung wartete sie mit prominenten und streitbaren Teilnehmern auf, die sich mit dieser Fragestellung befassten. So übernahm der bekannte deutsche Journalist Hans Werner Kilz (Der Spiegel und Süddeutsche Zeitung) die Leitung der Diskussion. Im Podium saßen außerdem der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, der Frankfurter Philosoph Rainer Forst und der Intendant des Theaters in Rudolstadt Steffen Mensching.

Dass es sich hierbei noch nicht um das Ende des Lutherjahres in Eisenach handelt, lässt sich an den noch zahlreichen Veranstaltungen bis in den November hinein ablesen. So wird am 10.10. traditionell der Martinstag in Eisenach gefeiert. Eine doppelte Feier für Martin von Tours und Martin Luther, welche in Eisenach mit dem alljährlichen Lampionumzug und dem anschließenden Heischegang der Kinder in der Nachbarschaft begangen wird. Bereits seit letztem Jahr, laden parallel dazu viele Eisenacher-Händler zu dem liebevoll gestalteten Martinsmarkt auf den Lutherplatz. Mit einem bunten Rahmenprogramm, bietet sich hier auf dem wunderschönen Lutherplatz, die Möglichkeit die kalten Tage zu vergessen und Geschichten und guter Musik zu lauschen.

Foto: © Michael Schenk

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Michael Schenk | | Quelle:

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