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Sommergewinn (2): Mobiles Klohäuschen für Eisenach

Kein Minister der Thüringer Landesregierung fand in diesem Jahr den Weg nach Eisenach, der 111. Sommergewinnsfestzug lief aber auch ohne prominente Gäste der Landespolitik.
Traditionell wurde die Zunft vom Eisenacher Stadtoberhaupt vor dem Rathaus empfangen. Aus einem riesigen Traditionsglas gab es roten Wein.
Mit guter Laune und bei Sonnenschein zogen über 1000 Mitwirkende durch Eisenach Straßen. 97 einzelne Bilder wurden dargestellt und von 37 Laufgruppen, 33 Festwagen, sieben Kutschen, 14 Reitern und elf Kapellen dargestellt. Der Zug 2008, es war 111. Sommergewinnsumzug, stand unter dem Motto «Sommergewinn damals und heute». Mehrere Wagen wurden nach Zeichnungen aus den Jahren 1956 bis 1961, von den Zunftmitgliedern in der Gargasse nachgebaut.
Erneut strahlten fast einen halbe Million Papierblüten in der Sonne. Und man brauchte sich nicht wundern, dass Herr Winter nach der Fahrt aus der dunklen Goldschmiedenstraße sich die Hände vor die Augen hielt – die Strahlen der Sonne trafen auch ihn – er wusste: «Ich verliere das Streitgespräch wieder. Mir wird so warm!»
Dabei war auch ein Wagen des Eisenacher Theaters, es wurde auf die aktuelle Situation verwiesen, aber nur mit einem Wagen. Mitarbeiter oder Künstler des Hauses waren nicht hinter ihrem Wagen zu sehen.

Tante Frieda und Hermine waren erneut das Letzte. Auf dem letzten Wagen Umzuges warben sie für Bedürfnisse. Sie forderten mehr öffentliche Toiletten in Eisenach und stellten ihr mobiles Klo vor. Natürlich musste sich OB Matthias Doht gleich einmal ins «Häuschen» setzen und sollte neue Ideen ausbrüten.

Moderator Hartmut Zemla war mit den Jahreszeiten auch noch nicht auf dem Laufenden und verabschiedete sich zum Ende des Umzuges vom Eisenacher Weihnachtsmarkt(?). Auch das ist Sommergewinn in Eisenach.

Zum Abschluss wurde nach dem Streitgespräch die Strohpuppe verbrannt.

Rainer Beichler |

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