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 | Bildquelle: © Jürgen Sieker

Beschreibung:
Bildquelle: © Jürgen Sieker

Vernissage „MOVIMENTE“ im Kreativhaus

Der in Karlsruhe aufgewachsene Fotograf Jürgen Sieker studierte zunächst in Heidelberg und Göttingen Psychologie, Geschichte und Germanistik. Er fotografiert seit seinem 12. Lebensjahr. Erste Fotoserien entstanden in den siebziger Jahren. In der Folge entstand eine umfangreiche Portrait-Serie „famous faces“ von Willy Brandt bis Naomi Campbell.
Seit den neunziger Jahren setzt sich Sieker in seiner Serie „MOVIMENTE“ mit der Schönheit und den Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers auseinander.
Diese Serie hat der Fotograf aus Anlass der Ausstellung im Kreativhaus in jüngster Zeit um Darstellungen Eisenacher Tänzer/innen bereichert.

Jürgen Sieker wird im Rahmen der Vernissage darlegen, was ihn bewegt und inspiriert hat.

© Jürgen Sieker

Foto: © Jürgen Sieker

Foto: Tänzerin Marie Theres Zechiel im alten AWE Eisenach.

Lassen Sie sich überraschen vom Tanz der Marie Theres Zechiel, die zu Musik von Erik Satie in einen Dialog zu den ausgestellten Bildern tritt. Bei der Zusammenarbeit mit der Tänzerin hat der Fotograf einen weiteren Bezug zur Stadt Eisenach geschaffen, in dem er die Tänzerin in den Räumen eines alten AWE-Gebäudes abgelichtet hat. Auch diese Arbeiten werden in der Ausstellung zu sehen sein.

Kreativhaus Eisenach, Theaterplatz 3a / 1. OG
Donnerstag, 8. September 2016
Beginn: 19 Uhr

Wir würden uns freuen, wenn Sie an diesem Abend dabei sind.

Jürgen Sieker            Michael Salzmann             Catrin Schwertfeger
Fotograf                    bau projekt eisenach        Bewegte Bildung Eisenacher

Unterstützt durch: EVB – Eisenacher Versorgungsbetriebe GmbH und Bühne Schlachthof Eisenach e.V.

Jürgen Sieker
MOVIMENTE
Nachdem sich Jürgen Sieker zu Beginn der 1990er-Jahre als Portraitist be-rühmter Persönlichkeiten, von Willy Brandt bis Naomi Campbell, einen Namen gemacht hat, widmet er sich in der Folge einer „Hommage an Toulouse-Lautrec“, die 1994 in der Kunsthalle Bremen präsentiert wird.

Die Auseinandersetzung mit Toulouse-Lautrec weckt in Jürgen Sieker das Interesse, sich verstärkt mit dem Thema Bewegung auseinanderzusetzen: 1992 beginnt die Arbeit an seiner Serie Movimente, ein Kunstwort aus den Bestandteilen Moment, Monument und Movement. Es sind kunstvoll im Studio inszenierte, an Skulpturen erinnernde Körperstudien.
Die Darstellungsmittel, zu denen der Fotograf bei der Arbeit an dieser Serie  greift, sind typisch für das Schaffen Jürgen Siekers: Zunächst schaltet er alles Unwesentliche aus dem Blickfeld aus, indem er die Tänzer vor einem weißen Hintergrund posieren lässt. Zudem  treten die Tänzer nackt auf. Dabei geht es nicht um eine vordergründige Erotik, sondern um das Kräftespiel der einzelnen Glieder, den Bauformen des Körpers und seinen Bewegungsmöglichkeiten als Ausdrucksmittel. Der Künstler zeigt die Körper im Gegenlicht, was vor allem die sich aus der Bewegung ergebenden Silhouette betont. Ein Ansinnen, was auch die Arbeit vieler Bildhauer geprägt hat. Die Nähe zur Skulptur wird besonders deutlich, wenn Sieker die Tänzer auf einem Sockel posieren lässt.

Der Autor fasst „seine“ Tänzer nicht als Modelle auf, die er für seine Zwecke ausnutzt, sondern als Partner, mit dem er das jeweilige Bild erarbeitet.

Ende der 1990er-Jahre tritt Sieker in einen noch direkteren Dialog mit der Skulptur ein. In Zusammenarbeit mit verschiedenen bedeutenden europäischen Museen entsteht seine Serie „Kopf an Kopf“. In dieser Serie setzt sich Sieker intensiv mit den Werken von Bildhauern aus der ganzen Welt auseinander. Er lässt deren Werke in einen Dialog treten und eröffnet dem Betrachter eine neue Sicht der dargestellten Kunstwerke.

2005 verlegt Sieker seinen Wohnsitz  nach Eisenach. Er beginnt sein zehnjähriges Projekt „Paris“. War Sieker bisher konsequenter Schwarz-Weiß-Fotograf, so arbeitet er bei dieser Serie fast ausschließlich in Farbe.

Zu den meisten seiner Bildserien hat Sieker Bildbände veröffentlicht.

Titelfoto: Beispiel der Bewegungsstudien mit Tänzer/innen von Jürgen Sieker.

Andrea T. | | Quelle:

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