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| | | |  | Di 04.12.2001 14:01 | | Meister Joachim Thurau mit Fotografin Christin Mäurer | | | Eisenach - Morgen feiert das Fotogeschäft Thurau in der Eisenacher Querstraße seinen 100. Geburtstag. Dazu lädt das Familienunternehmen zu einem Tag der offenen Tür ein. Viel weiß Inhaber Joachim Thurau zu berichten, über viele Jahre ist der 63-jährige Fotografenmeister in der Wartburgstadt nicht nur schlechthin Fotograf, sondern ein Beobachter und Dokumentarist der Geschichte. Vieles hat er in den Jahren im Bild festgehalten.
Großvater Wilhelm Thurau, gelernter Kaufmann, wandte sich 1901 der Fotografie zu. Später eröffnete er eine «Photografische Anstalt» in der Schiller Strasse 13, damals mit bis zu 40 Angestellten. Mit einem Auto zog er als Wanderphotograf über die Dörfer. Dort fotografierte er die Leute vor ihren Häusern. Und so stand schon damals ein Thurau im Mittelpunkt. Noch heute ist der Elan und die Dynamik zu spüren, wenn der Meister Gruppenaufnahmen oder Reportagen macht. 1962 übernahm der 22-jährige Fotografenmeister Joachim Thurau das Familienunternehmen.
1917 war das Geschäft in der Clemensstraße und platze aus allen Nähten. 1950 begann die Wartburgfotografie. 1967 eröffnete das Atelier in der Alexander-Puschkin-Straße. Als in den 80er Jahren viele Häuser in der Innenstadt abgerissen wurden, traf es auch ihren Laden und so kamen sie in die heutige Querstraße. Die zwei Räume wurden selbst ausgebaut und moderne Technik gekauft. Und so sind die 100 Jahre auch ein Stück Geschichte der Fotografie. Großvater hatte noch mit Glasplatten gearbeitet, Joachim Thurau lernte diese Technik, arbeitete in Schwarz-Weiß, baute Mitte der 80er Jahre sein Farblabor und muss sich jetzt mit der digitalen Fotografie anfreunden.
Aber ein Freund alter Automobile wird er immer bleiben. Und ist er einmal mit seinem Dixi unterwegs, vergisst er schon mal das Fotografieren.
Um den Fortbestand des Unternehmens brauchen er und Frau Sabine keine Sorgen haben. Tochter Wibke, heute 16 Jahre, steht schon als nächste Generation in den Startlöchern.
Heute wird erst einmal gefeiert. Von 14 bis 19 Uhr sind Atelier und Dunkelkammern geöffnet. Viel wird zu erzählen und sehen sein. (eol/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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