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| | | | | Mi 06.03.2002 17:42 | | Erfurt - Auf eine Anfrage hin äußerte der Thüringer Familienminister, Dr. Frank-Michael Pietzsch (CDU), heute sein Unverständnis an der anhaltenden Kritik an den Kindergärten im Freistaat im Hinblick auf die Ergebnisse der PISA-Studie. Der von vielen selbst ernannten Experten geäußerte Bildungsauftrag in Kindertagesstätten sei in vollem Umfang für Thüringen bereits seit 1991 gesetzlich festgeschrieben und werde von den rund 6800 Erzieherinnen und Erziehern im Freistaat auch umgesetzt.
«Diese Kampagne richtet sich gegen die Erzieherinnen und Erzieher in den Thüringer Kindergärten, denn sie erweckt den Eindruck, sie würden unsere Kinder nur verwahren. Das lasse ich auf keinen Fall gelten. Mit seinem detaillierten Bildungsauftrag ist unser Kindertagesstättengesetz seit 1991 bis heute eines der modernsten Gesetze seiner Art in Deutschland. Diese Anforderungen werden auch in der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher, die in der Regel fünf Jahre dauert, vermittelt. Und natürlich wird Bildung und Erziehung in den Kindergärten tagtäglich praktiziert. Ich habe mich selbst mehrfach von der Phantasie und den Ideen der Erzieherinnen, mit denen sie dieses Ziel umsetzen, überzeugen können.»
Am 17. April wird der Thüringer Familienminister Dr. Pietzsch gemeinsam mit dem Kultusminister, Dr. Michael Krapp, im Rahmen einer gemeinsamen Tagung eine umfangreiche Empfehlung für Eltern, Kindergärten und Schulen zum Übergang vom Kindergarten in die Schule vorlegen. Diese wurde auf der Basis einer wissenschaftlichen Studie gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet - und zwar lange bevor die Ergebnisse der PISA-Studie vorlagen. (pm/tmsfg/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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