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Erfolgreichste Bilanz für das 7. Jahr der Theaterfusion
Do 07.03.2002 14:33
Eisenach - Am Thüringer Landestheater Eisenach-Rudolstadt-Saalfeld, das vor 7 Jahren aus der Fusion zweier Bühnen mit einer Entfernung von 100 km hervorgegangen ist, und an dessen Funktionstüchtigkeit man damals selbst im Erfurter Kunstministerium zweifelte, zog die Geschäftsführung für das Jahr 2001 Bilanz.
Das Thüringer Landestheater hat sich in der Region einen guten Namen erarbeitet. 13 bzw. 14 Premieren in jedem Haus in einer Spielzeit, je 8 Sinfoniekonzerte, zahlreiche Sonderkonzerte in Schlössern, Kirchen, Jugend- und Kinderkonzerte bringen ein gewaltiges kulturelles Angebot in die Regionen, von dem rege Gebrauch gemacht wird.
Insgesamt spielte 2001 das Theater 458 Vorstellungen bei einer Auslastung von 75% (Eisenach), 85% (Rudolstadt) und zählte 128082 Besucher. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 20690 Besucher mehr, obwohl das Theater gezwungen war, die Eintrittspreise zu Beginn der Spielzeit nicht unerheblich zu erhöhen. Laut Plan der Gesellschafter der Theater GmbH sollte das Theater 2001 1880000 DM über den Verkauf der Theaterkarten einspielen, eingespielt wurden 2512000 DM. Das sind 355000 DM mehr als im Jahr 2000 und bedeutet eine Effektivitätsrate von 7,8%. 1999 wurden nur 5,9% und 2000 6,9% der dem Theater zur Verfügung gestellten Mittel wieder eingespielt.
Aber nicht nur die guten ökonomischen Ergebnisse zeigen, dass das Theater und die hohe künstlerische Qualität seiner Arbeit von den Bürgern der Region angenommen wurde und deren Lebensqualität bestimmt. In kürzester Zeit unterstützten 34000 Bürger mit ihrer Unterschrift den Aufruf des Freundeskreises zur Erhaltung des Thüringer Landestheaters in seiner jetzigen Struktur. Auch die Politiker und die Parteien aus der Region stellen sich hinter ihr Theater und fordern vom Land seinen Beitrag für die Fortführung dieser erfolgreichen Theaterfusion in Thüringen und wehren sich damit gegen die nebulösen neuen Fusionspläne des Ministeriums, die erneuten Personalabbau und eine Reduzierung des künstlerischen Angebotes für die Bürger der Regionen nach sich ziehen. (pm/rbr)

V.i.S.d.P.: Rainer Beichler