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Wasser aus Storchenturm gepumpt
Feuerwehr über dem AngstlochDo 07.03.2002 17:43
Feuerwehr über dem Angstloch
Eisenach - In den letzten Wochen hat sich im Verlies des Eisenacher Storchenturms viel Wasser angesammelt. Rund vier Meter hoch war der Wasserstand - fast bis ans Gitter. In den kommenden Tagen sind wieder Führungen geplant. «Ich kann doch nicht sagen, dort wo sie das Wasser sehen, war Fritz Erbe eingesperrt. Das glaubt keiner», so Peter Arends, Wirt des benachbarten Restaurant «Storchenturm». Der Turm gehört der Stadt und so wurde die Berufsfeuerwehr um Amtshilfe gebeten. Die 1. Wachschicht rückte heute 15 Uhr an und mit einer Tauchpumpe wurde dem Wasser der Kampf angesagt. Zwischenzeitlich gab es vom Wirt einen kleinen Einblick in die Stadtgeschichte, besonders zum Georgentor und den Wachturm, dem Storchenturm. Die Aktion der Feuerwehr zog einige Schaulustige an, die mal einen Blick in den Turm werfen wollten. Unglaublich, das in diesem dunklen Loch einst ein Mensch gelebt haben soll. Sieben Jahre war Fritz Erbe dort von 1533 bis 1540, ehe er ins Verlies des kleinen Turms auf der Wartburg gebracht wurde.
Erbaut wurde der Turm um 1200. 1982 fand der Wiederaufbau statt, 1996 erfolgte eine nochmalige Sanierung. Nun sind wieder Handwerker gefragt, das Dach ist undicht und Sickerwasser drückt ins Verlies.
Gefragt ist der Storchenturm nicht nur bei speziellen Stadtführungen, zum Tag des offenen Denkmals oder zur Museumsnacht. Im August des vergangenen Jahres drehte der mdr im Turm eine Szene zur Reihe «Geschichte Mitteldeutschlands». In der letzten Folge sah man wie ein Gefangener dort geköpft wurde. (eol/rbr)

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Storchenturm

V.i.S.d.P.: Rainer Beichler