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Sagen über Sagen und der Sieg der Sunna
Streitgespräch auf dem MarktplatzSa 09.03.2002 18:17
Streitgespräch auf dem Marktplatz
Eisenach - Frau Sunna besiegte auch in diesem Jahr zum traditionellen Sommergewinn den Herrn Winter. Obwohl es am Nachmittag gar nicht danach aussah, es regnete leicht und kein Sonnenstrahl verirrte sich nach Eisenach, fand das große Volksfest vor über 80000 Gästen in Eisenachs Straßen statt. Liebevoll hat die Zunft den Festzug auch in diesem Jahr wieder organisiert. 113 Wagen und Gruppen zeigten die traditionellen Teile des Sommergewinns mit Sunna, Winter und Gefolge, den Blumen und Tieren, der Stadtwache, den Blumenfrauen und natürlich mit den ältesten Eisenachern den Germanen. Hahn, Ei und Brezel waren zu sehen ebenso wie die Raupe und der Herold. Dieser konnte reiten und Trompete spielen.
Themenschwerpunkt war 2002: Thüringen - Sagenhaft. Hier gab es Unterstützung von zahlreichen Heimatvereinen. Die verschiedensten Thüringer Sagen wurden in Laufgruppen oder auf Wagen dargestellt. Und so war der 2002er Festzug auch eine kleine Geschichtsstunde.
Konnte man im vergangenen Jahr die Queen begrüßen. So waren heute ebenfalls königliche Hoheiten zu Gast: Großherzog Carl Friedrich, Maria Pawlowna und Carl Alexander. Sie kamen mit einem großen Gefolge in die Wartburgstadt.
Lang war der Festzug und zwei störrische Ziegen verursachten eine Lücke in der Katharinenstraße. Doch die vielen Kapellen im Festzug sorgten immer wieder für gute Stimmung am Straßenrand. Über 1500 Mitwirkende gestalteten den bunten Zug.
Frieda und Minchen machten auf ihre eigene Art auf ein wichtiges Problem der Stadt Eisenach aufmerksam: Das Freibad ohne Wasser. Sie kamen im Pool daher und holten den OB hinein. Er versprach, wenn auch sehr leise, das neue Bad für Eisenach komme. Sicherheitshalber fuhr noch ein Multicar-Oldtimer im Festzug, umgebaut als «Wassernotstandsversorgungsfahrzeug» fürs Eisenacher Bad.
Zum Abschluss stritten sich erneut Sunna und Winter, auch in neuer Besetzung mit Christine Dentel und Roberto Fink, gab es keine Änderung. Der Herr Winter unterlag erneut und die Strohpuppe wurde von den Germanen verbrannt. (eol/rbr)

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V.i.S.d.P.: Rainer Beichler