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| | | |  | Fr 02.04.2004 13:39 | | So entsteht ein Deich | | | Eisenach - Auf dem Eisenacher Marktplatz präsentierten sich am Samstag Kameraden des Technischen Hilfswerks (THW) Ortsverband Eisenach und der Freiwilligen Feuerwehr Eisenach-Mitte. Sie wurden anlässlich des «Tages des Wassers» von der Stadt Eisenach gebeten, den Hochwasserschutz zu demonstrieren. Dies war das diesjährige Thema des Tages.
Und so baute das THW eine einfache Sandsackfüllstation auf. Mehrere Sandsäcke wurden so gefüllt und ein «Deich» damit befestigt. Natürlich erklärten die Helfer den Besuchern auch, dass neben der Arbeit mit der Schaufel auch andere Möglichkeiten der Sandsackfüllung bestünden. Vorgestellt wurde weiterhin die Pumpenausstattung des THW.
Die Feuerwehr zeigte ihr Möglichkeiten, dem Wasser zu begegnen. Von ihnen wurde die, auf dem Einsatzfahrzeug verlastete Pumpe vorgestellt.
Sie verwiesen darauf, dass sie rund 1000 leere Sandsäcke für die Stadt vorhalten würden. Beim THW sind es 20000, jedoch nicht nur für Eisenach sowie 25 «Big-Packs» mit je einem Kubikmeter Sand Fassungsvermögen.
Leider wollte sich kaum jemand der Besucher beim Befüllen eines Sandsackes testen, merklich schwach war das Interesse an dieser städtischen Maßnahme.
THW und Feuerwehr betonten, dass die Bekämpfung eines Hochwassers und der Hochwasserschutz nicht die Sache Einzelner sein könne. Hier sind alle gefragt, die Hilfsorganistionen könnten nur bei Schwerpunkten effektiv helfen. Oft müsse die Feuerwehr kommen, wenn auch Lappen und Eimer gereicht hätten, die Technik habe auch ihre Grenzen. Im zahlreichen Infomaterial wurde an die Eigenverantwortung der Bürger beim Hochwasserschutz appelliert.
Schautafeln verdeutlichten die Aufgaben des THW, der Feuerwehr sowie der Kommune.
Für Aufmerksamkeit bei den Frauen und Männern von THW und Feuerwehr sorgte die Firma PPU aus Sättelstädt. Sie zeigte einen «ABC-Damm» (Aquatic Balanced Construction). Das Prinzip ist einfach: «mit Hochwasser wird ein Bollwerk gegen das Hochwasser» errichtet. Mit einer neuen Konstruktion und Verfahrensweise gehe man gegen den Sandsackverbau vor, so sei es möglich mit geringstem Material und Personaleinsatz einen Damm zu bauen. Machbar ist es, einen 100 Meter langen und ein Meter hohen Damm zu errichten (mit zwei Personen), der eine Last von 40 Tonnen hat. Kräne und Bagger sind nicht erforderlich. Mit Wasser, das in den Damm komme, werde der Effekt erreicht. Zum Tag der offenen Tür des THW in Eisenach, möchten die Kameraden dieses System einmal ausprobieren. (eol/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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