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ThSV Eisenach reist guter Dinge nach Coburg
Fr 16.10.2009 14:31
 Gastgeber wollen trotz Verletzungssorgen Erfolgsserie starten
Eisenach - Zum Ende einer englischen Woche gastiert der ThSV Eisenach am Samstag, 17.10.09 beim HSC Coburg (Anwurf 18.00 Uhr, Angerhalle). Ein Aufeinandertreffen von zwei Teams, die mit hohen Ansprüchen in die Saison gegangen, aber nicht so richtig aus den Startlöchern gekommen sind. Am vergangenen Mittwoch konnten beide Vertretungen wichtige Doppelpunktgewinne verbuchen.
Die Wartburgstädter bezwangen in eigener Halle den TV Neuhausen 28:23, der HSC Coburg feierte beim äußerst unbequemen Leichlinger TV einen 33:29-Auswärtssieg.
«Wir fahren guter Dinge nach Coburg», gibt sich Maik Handschke, der Coach des ThSV Eisenach, locker. Der Druck des Siegenmüssens, angesichts hochgesteckter Saisonziele («Wir wollen nach oben»), eines qualitativ und quantitativ bestens besetzten Kaders, liege allerdings eindeutig auf Seiten der Gastgeber.
Beim ThSV Eisenach steht Linkshänder Girts Lilienfelds wieder zur Verfügung, sodass die Thüringer im Angriff auf Tempoforcierung setzen wollen. Trotz einer schmerzhaften Karambolage am Mittwoch wird auch «Rückraum-Turbo» Tomas Sklenak dabei sein. Verzichten müssen die Eisenacher allerdings auf ihren Oldie Krisztian Szep-Kis, den wichtige persönliche Gründe in seine ungarische Heimat rufen. Coburgs gut strukturiertem Angriffshandball will der ThSV Eisenach mit Abwehrstabilität den Wind aus den Segeln nehmen. «Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter muss klappen, so wie am Mittwoch», hofft Maik Handschke. Die Coburger glänzten zuletzt mit ihrem effizienten Spiel über die Außen, wobei Florian Lendner und der Ex-Eisenacher Ronny Göhl am Mittwoch mit zusammen 15 Treffern heraus stachen. Der Coburger Rückraum mit dem wieder genesenen Torjäger Anton Lakisa und Ex-Nationalspieler Christian Rose wird für die Eisenacher Defensive knifflige Aufgaben bereithalten. Interessant wird sein, wie die Coburger in die Siebenmeterduelle mit Eisenachs Schlussmann Radek Musil gehen, der zuletzt serienweise den Werfern vom Punkt den Schneid abkaufte. (Am Mittwoch brachte der TV Neuhausen fünf Strafwürfe nicht an Eisenachs Nummer 1 vorbei!). «Der spürbare Wille, der vorbildliche Kampf, die tolle Moral auch in brenzligen Situationen, Eigenschaften vom Mittwoch, die natürlich auch in Coburg gefragt sagt», unterstreicht Maik Handschke.
Der HSC Coburg vermeldet nach dem Sieg in Leichlingen mehrere Verletzte. Bei Spielmacher Jonathan Rivera ist eine alte Wadenverletzung aufgebrochen. Rückraum-As Christian Caillat (im Sommer von Erstbundesligist Füchse Berlin gekommen) laboriert ebenso wie Kollege Matthias Werner an einer Verletzung. Jan Kästner erlitt einen Nasenbeinbruch. Der HSC Coburg zieht sogar in Erwägung, für die Partie gegen den ThSV Eisenach zu einem «Aushilfsdienst» den ehemaligen Spielmacher Christian Pack einzusetzen. Georgi Sviridenko, der Coach des HSC Coburg, in der Vorsaison mit der HSG Düsseldorf in die 1. Bundesliga aufgestiegen, will, egal in welcher Formation, das Spiel gegen den ThSV Eisenach unbedingt gewinnen. «Geht nun eine Siegesserie los?», spekuliert der HSC Coburg, will mit einem Doppelpunktgewinn über das Team aus dem benachbarten Thüringen den Weg in vordere Tabellenregionen antreten. Am letzten Spieltag der Vorsaison gab es an gleicher Stätte ein hauchdünnes 25:24 für den HSC Coburg, der sich damit aller Abstiegsängste aus eigener Kraft entledigte und nach dem Abpfiff fast eine komplette Mannschaft verabschiedete, um mit vielfach neuem Personal in dieser Saison oben mitzumischen. (lev/rbr)

V.i.S.d.P.: Rainer Beichler