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Zur Zuwegung Sängerwiese - Leserbrief
Di 09.03.2010 12:58
Eisenach - Bezugnehmend auf einen am 5. März erschienenen Artikel über die Sängerwiese mit dem Titel «Bitte keine Versiegelung» ist es mir ein dringendes Bedürfniss, einiges in dieser Angelegenheit richtig zu stellen. Falsch ist, dass unsererseits eine Forderung zur Asphaltierung der Zufahrt zur Waldgaststätte Sängerwiese besteht. Es war lediglich von meiner Seite eine Anfrage an die zuständige Behörde eingegangen, das erste Teilstück - ca. 150 Meter - mit einer Asphalttragdeckschicht zu versehen, um eine einigermaßen gute Zuwegung zu ermöglichen. Auf keinen Fall geht es um eine komplette Asphaltstraße bis zur hin Sängerwiese.

Wir betreiben seit 35 Jahren Gastronomie- und Hotelbetriebe an mittlerweile zehn verschiedenen touristischen Standorten in Nordhessen und Thüringen. Für uns ist der «Umweltschutz» sehr wohl ein wichtiges Thema, auf das wir in unseren Betrieben viel Rücksicht nehmen. Seit Firmengründung arbeiten wir in großem Umfang mit den örtlichen Behörden an unseren Standorten zusammen - natürlich auch häufig mit Oberer und Unterer Naturschutzbehörde und dem Denkmalpflegeamt. Bisher haben wir fast immer eine Lösung gemeinsam erarbeitet. Auch im Falle Sängerwiese hoffen wir auf ein positives Ergebnis für alle Beteiligten, damit der Waldgasthof auch weiterhin als touristisches Ausflugsziel erhalten werden kann. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich nach Erwerb der Sängerwiese im Jahre 1998 einmal eine Reisegruppe von 50 Personen mit einem Reisebus dort habe abholen lassen, da aufgrund starker Regenfälle eine Wanderung zurück zum Parkplatz undenkbar gewesen wäre.
Ein solches Ansinnen wäre aufgrund des beklagenswerten Wegeausbaus heute nicht mehr möglich. Selbst mit einem Pkw ist es mittlerweile untragbar geworden, zur Sängerwiese zu gelangen. Auch, wenn die Besucher die Parkplätze unten an der Bundesstraße sowie an der Drachenschlucht frequentieren, so ist es unumgänglich, dass Lieferanten, Betreiber, Personal und Taxen den Waldgasthof erreichen müssen. Daher hoffe ich auf ein Einsehen der zuständigen Behörden, dass die allseits beliebte traditionelle, gastronomische Einrichtung auch zukünftig Bürgern, Gästen und Besuchern der Stadt Eisenach als Ausflugsziel erhalten bleibt.
Unsere Göbel Hotels und die gastronomischen Einrichtungen genießen an allen unseren Standorten ein hohes Ansehen - nicht zuletzt aufgrund einer sehr zuverlässigen und korrekten Betriebsführung. Eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Tourismusstellen ist uns ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Das Bestreben, mit unseren attraktiven und erfolgreich am Markt platzierten Betrieben, eine Bereicherung des touristischen Angebotes vor Ort zu liefern, ist in unserer Unternehmensphilosophie verankert.

Ich würde mich freuen, wenn ich aus dem Leserkreis diesbezüglich Unterstützung bekomme. Der Waldgasthof Sängerwiese ist noch nie ein «Profit Center» gewesen, und wird es auch nicht werden. Für mich als Eigentümer des Göbel’s Sophien Hotels ist es jedoch außerordentlich bedeutend, dass den Besucher und Gästen in Eisenach möglichst viele Attraktionen geboten werden. Dazu zählt zweifelsohne auch der Waldgasthof Sängerwiese. Nicht zuletzt sind es die vielen infrastrukturellen und touristischen Einrichtungen in ihrer Vielfalt, die Eisenach vorweisen kann und die, die Stadt für Besucher attraktiv und abwechslungsreich machen. Als Hotelier muss ich darauf ein großes Augenmerk richten.
Ich bin sehr an einer für alle Seiten zufrieden stellenden Lösung interessiert und freue mich, wenn die Problematik «Zuwegung» weiter verfolgt wird.

Gert Göbel
Eigentümer und geschäftsf. Gesellschafter des Sophien Hotels und der Waldgaststätte Sängerwiese

Leserbriefe stellen die Meinung des Verfassers dar und müssen nicht mit der Meinung der Redaktion von EisenachOnline übereinstimmen. (lb/rbr)

V.i.S.d.P.: Rainer Beichler