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| | | | | Mi 08.02.2012 11:05 | | | Beginn für neue Epoche der evangelischen Kirchenmusik | | | | Eisenach - Sonderausstellung «Im Kirchenstyle hatte es seine Gleichen nicht» im Themenjahr 2012 «Reformation und Musik» sowie zu den 15. Eisenacher Telemann-Tagen. Eröffnung ist am 25. Februar, um 10 Uhr im Lutherhaus Eisenach anlässlich des Symposiums «Bach als Lutheraner» (24. bis 28. Februar). Die Ausstellung ist bis 16. November 2012, täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Pfarrerssohn Georg Philipp Telemann spielt in der Sammlung des Evagelischen Pfarrhausarchives im Lutherhaus Eisenach eine wichtige Rolle. Von 1708 bis 1712, als vor 300 Jahren, lebte und arbeitete Telemann als Konzert- und Kapellmeister an der neu gegründeten Hofkapelle Eisenach.
Im Auftrag von Herzog Johann Wilhelm schufen hier zusammen mit dem Theologen und Textdichte Erdmann Neumeister protestantische Kirchenkantaten.
Neumeister hatte die Aufeinanderfolge von Rezitativ und Arie aus der italienischen Oper übernommen und dazu Bibelspruch und Choral gefügt.
Die Jahrgänge folgten dem Kreis des Kirchenjahres von Advent bis Ewigkeitssonntag. Dieses Merkmal wurde von zahlreichen komponierenden Zeitgenossen aufgegriffen - Eisenach gilt damit als «Geburtsstätte» der neueren protestantischen Kirchenkantate.
Diese neue Epoche der evangelischen Kirchenmusik bestimmte bis weit in 19. Jahrhundert hinein das kirchenmusikalische Leben Deutschlands.
Die Aufführung der neuen Kirchenkantaten erfolgte zwei Jahrzehnte lang zunächst in der Eisenacher Geogenkirche sowie fast zeitgleich in Frankfurt am Main und Hamburg.
In der Ausstellung sind Textbüche zu sehen der für Eisenach komponierten Kantatenjahrgänge, die als Leihgaben aus zahlreichen Archiven Deutschlands kommen, sowie Gemälde, Kupferstiche, Gesangbücher, Dokumente und andere Gegenstände der Telemann-Zeit aus Eisenach. (pm/evkm/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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