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Gespräche zur Zukunft von Opel Eisenach
Di 09.03.2010 14:32
 Wirtschaftsminister Machnig traf sich mit Lieske, Lewald, Doth, Laubach und Tiefensee im Eisenacher Werk
Eisenach/Erfurt - Der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig war Montag zu Gesprächen über die Zukunft von Opel im Eisenacher Werk. Dort traf er sich mit Betriebsratschef Harald Lieske, mit dem Geschäftsführer Michael Lewald, mit dem Eisenacher Oberbürgermeister Matthias Doth, mit dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Eisenach, Uwe Laubach, und mit dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.

«Die Debatte um Opel tritt auf der Stelle», sagte Matthias Machnig in Eisenach. Es sei höchste Zeit zu handeln und eine politische Entscheidung zu treffen, statt neue Fragenkataloge aufzustellen. «Daher unterstützen wir die Forderung der IG Metall nach einem «Runden Tisch Opel», so der Wirtschaftsminister. Bund, Länder, Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsräte müssten zusammenkommen, um die offenen Fragen zu klären. Jede weitere Verzögerung gefährde die Opel-Standorte in Deutschland.

«Die Ungeduld der Menschen und Opel-Beschäftigten in Eisenach nimmt zu», sagte der Eisenacher Opel-Betriebsratschef Harald Lieske. «Wir wollen endlich Klarheit und nicht auf den Sankt Nimmerleinstag vertröstet werden.» Der Eisenacher Oberbürgermeister Matthias Doht betonte, dass Opel für Eisenach und für die gesamte Region ein Leuchtturm sei. Doht: «Das Opel-Werk in Eisenach ist ein Symbol für den Aufbau Ost, dieser darf nicht gefährdet werden.»

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee nahm ebenfalls teil. Er forderte Bundeswirtschaftsminister Brüderle auf, sich nicht länger «wegzuducken». «Nicht die Beamten, sondern er persönlich muss jetzt verhandeln», so der Minister a.D. Brüderle solle nach Eisenach kommen und sich selbst ein Bild machen. Schließlich sei das Werk in Eisenach der produktivste Standort im Opel-Verbund.

Mit Uwe Laubach war auch die IG Metall vertreten. «Die Zeit der Unsicherheit und des Taktierens muss endlich vorbei sein», sagte er. Das verunsichere nur die Beschäftigten im Eisenacher Werk. «Jetzt muss gehandelt werden.» (pm/thwa/rbr)

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