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| | | | | Fr 12.03.2010 11:33 | | | ThSV Eisenach gastiert beim zuhause bärenstarken Aufsteiger TV Neuhausen/Erms | | | | Eisenach - Die Krankenstation beim ThSV Eisenach hat sich etwas gelichtet. «Leichte personelle Entschärfung», vermeldet ThSV-Coach Maik Handschke. Kreisspieler Benjamin Trautvetter und Linksaußen Alexander Schiffner, die zuletzt wegen Virus-Erkrankungen passen mussten, haben am Donnerstagabend wieder das Training aufgenommen. Maik Handschke geht davon aus, beide am Samstag, 13.03.2010 im schweren Auswärtsspiel beim zuhause (22:2 Punkte!) bärenstarken Aufsteiger TV Neuhausen/Erms einsetzen zu können (Anwurf 20.00 Uhr in der Hofbühlhalle in 72555 Metzingen-Neuhausen/Erms, Wolfsgrubstraße 30). Die Rückraumspieler Tomas Sklenak (Muskelfaserriss) und Girts Lilienfelds (langwierige Entzündung in der Fußsohle) sowie Torhüter Andreas Nositschka (Schulterverletzung) stehen weiterhin auf der Verletztenliste.
Das Torhüterduo bei den Thüringern werden der sich zuletzt in prächtiger Form präsentierende Routinier Radek Musil und der junge Stanislaw Gorobtschuk bilden. Bei EM-Teilnehmer Tomas Sklenak will Maik Handschke kein überzogenes Risiko eingehen. «Unter Extrembelastung besteht die Gefahr, dass der Muskel reißt und Tomas uns mehrere Monate ausfällt», argumentiert Eisenachs Trainer. Die Gastgeber werden wahrscheinlich ihre stärkste Formation zur Stelle haben und können auf eine mit 1400 Zuschauern rappelvolle Hofbühlhalle bauen. «Obwohl der kalte Winter mit reichlich Schnee ab Wochenmitte nachhaltig auf sich aufmerksam machte, wird es in der Halle heiß hergehen», verspricht Monika Kühbauch, die Pressereferentin des TV Neuhausen/Erms.
Die Wartburgstädter haben jüngst ohne Tomas Sklenak beim TV Hüttenberg gewonnen; und die Hessen bevorzugen das gleiche Abwehrsystem wie der TV Neuhausen, die so genannte «jugoslawische Abwehr», eine gewöhnungsbedürftige offensive Variante. «Viel, viel Geduld und Beharrlichkeit ist erforderlich», gibt Maik Handschke seiner Crew mit auf den Weg. Da sind die erfahrenen Eisenacher Aufbauspieler Alexander Koke und Pavel Prokopec gefragt. «Wir werden versuchen, schlau zu rotieren», gewährt Maik Handschke einen Blick in seine Taktikkiste.
«Der TV Neuhausen lebt von seiner mannschaftlichen Geschlossenheit und Abwehr», so das Resultat der Videoanalyse des Eisenacher Trainers. Für die Defensivleistung in heimischer Umgebung sprechen lediglich 316 Gegentore in zwölf Begegnungen. Ein Spitzenwert der Liga! Ein Garant hierfür ist sicherlich Torhüter Milos Slaby, gerade 38 Lenze geworden, der unmittelbar vor dem Saisonstart quasi aus dem «Handball-Ruhestand» verpflichtet wurde und sich als wahrer Glücksgriff erwies. Dreh- und Angelpunkt im Vorwärtsgang ist Regisseur Alexander Stevic. Der 21-jährige Rückraumspieler Fabian Gutbrod heimste zuletzt positive Kritiken ein. Alexander Trost, im Sommer vom HBW Balingen-Weilstetten gekommen, trumpfte auf Rechtsaußen auf.
Der TV Neuhausen, derzeit als bester Aufsteiger auf Tabellenplatz 6, gestaltete von zwölf Heimspielen elf siegreich! Lediglich das Team mit dem Ex-Eisenacher Danijel Grgic HG Saarlouis knackte die Heimfestung Hofbühlhalle am 21.11.09 beim 35:32-Auswärtssieg. Nach den beiden Spitzenteams TSG Friesenheim und TV Bittenfeld (21:1 Zähler) kann der TV Neuhausen/Erms mit dem Pfund der zweitbesten Heimbilanz der Liga wuchern.
Aber auch auswärts mauserte sich jüngst das Team um Trainer Markus Gaugisch, der als Aktiver mit dem VfL Pfullingen oft auf den ThSV Eisenach traf. Nach 8:0 Punkten gab es durch eine 33:34-Niederlage beim Leichlinger TV allerdings einen Dämpfer. (Die Leichlinger gaben mit diesem Doppelpunktgewinn die rote Laterne der Liga an den HSC Coburg ab, den der ThSV Eisenach zum nächsten Heimspiel, am Samstag, 20.03.2010 erwartet.) Maik Handschke sieht sich angesichts dieses Resultates in seiner Auffassung von einer ausgeglichenen Liga bestärkt, ohne «Fallobst».
TV Neuhausen vermeldet gelungenen Coup: Goalgetter Jeremias Rose verpflichtet
Angesichts dieser so erfolgreichen Bilanz im ersten Jahr in der zweiten Handballbundesliga Süd will der TV Neuhausen/Erms in der nächsten Saison Kurs auf die eingleisige zweite Profiliga nehmen. Hierfür konnte eine «wurfgewaltige» Neuverpflichtung vermeldet werden. Jeremias Rose, im Jahr 2007 in den Reihen der SG Bietigheim mit 265 Saisontreffen der Torjäger der Liga, kehrt in heimatliche Gefilde zurück, geht ab dem Sommer für den TV Neuhausen auf Torejagd. Der heute 27-Jährige aus dem Süden (Tübingen) stammende Linkshänder, ist aktuell bei Nord-Zweitligist Eintracht Hildesheim unter Vertrag. "Die eingleisige zweite Liga ist ein reizvolles Ziel", freut sich Jeremias Rose auf das Ziel mit seinem künftigen Team. (lev/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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