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| | | |  | Mi 18.07.2012 13:56 | Ralf Illert © ThSV | | | | Handball: Moment mal, Ralf Illert, neuer Präsident des Thüringer Handballverbandes | | | | Eisenach - In der vergangenen Woche fand ein Wechsel an der Spitze des Thüringer Handballverbandes statt. Wolfgang Birth, seit 22 Jahren fachkompetenter und engagierter Präsident, kandidierte auf dem turnusmäßigen Verbandstag aus Altersgründen nicht wieder, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Delegierten wählten einmütig den Eisenacher Ralf Illert zum neuen Präsidenten des Thüringer Handballverbandes. Dieser bekam die Begeisterung für das kleine runde Leder praktisch in die Wiege gelegt, wurde sein Vater Dieter Illert im Jahr 1958 als Mittelläufer mit Motor Eisenach Deutscher Meister im Feldhandball der DDR.
Unter dem Dach des Thüringer Handballverbandes befinden sich derzeit 109 Vereine mit 9702 Mitgliedern, davon 4174 unter 18 Jahre).
Wir sprachen mit dem neuen THV-Präsidenten:
Herr Illert, zunächst herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Präsident des Thüringer Handballverbandes! Aus einer handballbegeisterten Familie stammend, sind Sie ja seit einigen Jahrzehnten stets «am Ball». Gewähren Sie uns bitte einen Einblick in Ihre Handball-Vita.
Ralf Illert:
Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr mit dem Handballsport verbunden und habe alle Altersklassen im Nachwuchsbereich der damaligen BSG Motor Eisenach und der Bezirksauswahlmannschaften des damaligen Bezirkes Erfurt als Torwart durchlaufen.
Auf Grund von Studium und Wehrdienst hat es für mehr nicht gereicht, so dass ich mich auf Empfehlung des leider erst kürzlich verstorbenen Max Wehner ab 1977 dem Schiedsrichterwesen gewidmet und hier auch meine größten sportlichen Erfolge als DDR-Oberliga-, Bundesliga- und Internationaler Schiedsrichter erzielt hatte; hier u. a. die Leitung des Endspiels bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft 1991 in Frankreich.
Von 1993-2003 amtierte ich als ehrenamtlicher Geschäftsführer des ThSV Eisenach e.V. und danach bis 2009 als Mannschaftsleiter des Zweitbundesligateams.
Was hat Sie bewogen, Nachfolger von Wolfgang Birth im Ehrenamt des Präsidenten des Thüringer Handballverbandes zu werden?
Ralf Illert:
Ganz ehrlich gesagt: Weil kein anderer Kandidat gefunden werden konnte. Auch ich hatte eine erste Anfrage im letzten Jahr abgelehnt, aber nach einem erneuten Gespräch mit Wolfgang Birth im März dieses Jahres dann doch meine Bereitschaft signalisiert. Im Mai war ich zur Vorstellung meiner Person an den Bezirkstagen der fünf Handball-Fachausschüsse zu Gast und lernte deren Vertreter kennen. Jetzt hatte ich immer noch eine gehörige Portion Respekt vor diesem Amt und war auch noch skeptisch, ob ich mich wirklich dafür eigne. Aber - hier sind so viele tolle Menschen ehrenamtlich tätig - mit denen lässt sich garantiert auch was bewegen.
Die personelle Besetzung des Präsidiums hat sich auf vielen Positionen verändert…?
Ralf Illert: Ja, das ist richtig. Das auf den Bezirkstagen der Handball-Fachausschüsse von fünf möglichen vier neue Vorsitzende gewählt worden sind, hatte auch Auswirkungen auf das neue Präsidium. Das Schiedsrichterwesen ist auf dem Verbandstag per Satzungsänderung zu einem eigenen Ressort gewählt worden und die Neubesetzung des Ressort Spielausschuss machte sich erforderlich, da der bisherige Vorsitzende sich für eine erneute Wahl nicht wieder zur Verfügung gestellt hatte. Das Ressort Marketing und Öffentlichkeitsarbeit konnte endlich auch besetzt werden.
Was haben Sie sich vorgenommen, wo wollen Sie mit Ihren Mitstreitern den Hebel ansetzen?
Ralf Illert: Besonders am Herzen liegen mir neben den bekannte Schwerpunkten wie
- die Entwicklung einer leistungsorientierten und erfolgreichen Jugendarbeit
- die Gestaltung eines leistungs- und breitensportorientierten Spielbetriebes
- das Entgegenwirken der Entwicklungstendenzen im Schiedsrichterwesen
auch solch wichtige Themen wie
- die Verbesserung unserer Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel der ständigen Popularisierung
unserer attraktiven Sportart
- die Mitgliederentwicklung in unseren Vereinen
Hier sollte uns stets bewusst sein, dass ein gezielter Mitgliedererhalt zum Beispiel unter Mithilfe der Organisation und Durchführung gemeinschaftsbildender Aktionen die Voraussetzung für eine weitere Mitgliedergewinnung sein kann und bei entsprechender Kontinuität auch sein wird. Hier wollen wir als Verband unterstützend mitwirken.
Wo wünschen Sie sich ein größeres Miteinander zwischen den Vereinen und dem Präsidium?
Ralf Illert: Alle Ebenen im Thüringer Handball-Verband sind für die Sportart verantwortlich. Ein respektvoller Umgang und gegenseitige Akzeptanz sollten dabei stets im Vordergrund stehen und noch vorherrschende Vereinsegoismen müssen schnellstmöglich der Vergangenheit angehören, um die formulierten Ziele zu erreichen.
Wird man Sie in der nächsten Zeit in den Handballhallen Thüringens sehen?
RAlf Illert Das wird mit großer Sicherheit so sein. (lev/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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