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| | | | | Do 02.08.2012 12:27 | | | HC Motor Zaporoshye am Freitagabend unter der Wartburg zu Gast / Wahrscheinlich einziger Heimauftritt vor der Punktspielserie | | | | Eisenach - Den Testspielen gegen die Thüringenligisten SG Suhl/Goldlauter (38:14) und HG Go Go Hornets (31:19) folgt für Handball-Zweitbundesligist ThSV Eisenach nun ein ganz dicker Brocken. Mit dem HC Motor Zaporoshye erwarten die Wartburgstädter am Freitag, 03.08.2012 um 19.30 Uhr in der heimischen Werner-Aßmann-Halle ein ukrainisches Spitzenteam.
Wichtiger Hinweis für die Zuschauer: Aufgrund von Reparaturarbeiten am Fußboden kann das Foyer der Werner-Aßmann-Halle nicht genutzt werden. Der Zutritt für die Zuschauer erfolgt über den Eingang zwischen ThSV-Geschäftsstelle und ThSV-Sportlerklause. Eintrittskarten zum Preis von 8,00 € (ermäßigt 5,00 €) bei freier Platzwahl sind ausschließlich am Freitag an der Abendkasse ab 18.30 Uhr erhältlich.
Der ThSV Eisenach bittet seine Ordner ab 18.15 Uhr dienstbereit vor Ort zu sein!
Die Partie zwischen dem ThSV Eisenach und dem HC Motor Zaporoshye bietet den Eisenacher Anhängern die Gelegenheit, das Team der Saison 2012/2013 in Augenschein zu nehmen. Es wird wahrscheinlich der einzige Heimauftritt vor dem Punktspielstart sein! Fünf Neue stehen im Zweitligaaufgebot: zwei erstligaerfahrene Haudegen und drei Heißsporne aus dem eigenen Nachwuchs. Rückraumspieler Hannes Jonsson kam von Erstbundesligist TSV Hannover-Burgdorf, Kreisspieler Nicolai Hansen vom dänischen Erstbundesligisten Viborg HK.
Aus dem eigenen Nachwuchs sind die 17/18-jährigen Youngster Konstantin Singwald, Christopher Stölzner und Adrian Winkler aufgerückt. Nach ihren Verletzungen im Schlussabschnitt der Vorsaison stehen auch die Rückraumspieler Tomas Sklenak und Girts Lilienfelds wieder im Trainingsbetrieb. Einzig Philipp Lindner laboriert noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses.
Zaporoshye - die Handballmetropole der Ukraine
Keine Frage: Zaporozhye, die 775000-Einwohner-Stadt im Osten der Ukraine ist die Handball-Metropole des Landes. Gleich zwei Teams buhlen in der ukrainischen Superliga um die höchsten Meriten. Platzhirsch ZTR Zaprozhye, seit 1993 immerhin 14 Mal Landesmeister, setzt der HC Motor-ZNTU-ZAS (so die vollständige Bezeichnung) kräftig zu. Im Spätherbst des Jahres 2010 erlebte die Lokalrivalität ihren Höhepunkt. Beide Klubs standen sich im Sportpalast «Yunost» binnen weniger Tage zwei Mal gegenüber. Es waren keine Ligaspiele, es war - so wollte es das Los - eine innerstädtischen Auseinandersetzung im Europacup der Pokalsieger. Die erste Partie endete mit einem 25:25-Unentschieden. Auch beim zweiten Vergleich vor 3200 Zuschauern leuchtete am Ende ein Remis, ein 31:31 auf der Anzeigetafel. Das reichte dem HC Motor, da er in der zweiten Begegnung das Auswärtsteam war und deshalb auf mehr erzielte Auswärtstore verweisen konnte, die ausschlaggebend waren. «Wir hoffen, dass eine neue Zeit eingeläutet ist», erklärte Dmitry Karpuschenko, der Manager des HC Motor.
Der HC Motor-ZNTU-ZAS ist ein «junges Gewächs», existiert in dieser Konstellation erst seit dem Jahr 2009. Damals stieg der Flugzeug-Triebwerke-Hersteller «Moto Sich», der zu Beginn des Jahrtausends die Handballfrauen der Stadt gefördert hatte, als Hauptsponsor ein und verdrängte die staatliche Universität der Stadt (ZNSU) und eine große Baufirma (ZAS) an die hinteren Stellen des «Bandwurm-Namens». Olipiy Pokatov, Vorstandsmitglied von «Motor Sich» wurde Klubpräsident. In den letzten 09/10 und 10/11 sprang in der ukrainischen Superliga jeweils ein vierter Rang heraus.
HC Zaporoshye lechzt nach Mehr
Das war den Mäzenen aber nicht genug. Ein personeller Umbruch wurde eingeleitet. Mehrere Akteure gingen, während Viatscheslav Lochmann, einst beim TV Großwallstadt unter Vertrag, seine Karriere beendete und als Nachwuchs-Trainer seinen reichen Erfahrungsschatz weiter gibt. Die Mannschaft erhielt ein deutlich «russisches Gepräge», nicht nur, weil Nicolai Chigarev, kurzfristig russischer Nationaltrainer und viele Jahre für die Reserve von Medwedi Tschechow verantwortlich, als neuer Coach verpflichtet wurde. Mit ihm kamen Alexey Kamanin, der lange Zeit zu den Stützen des russischen Renommierclubs gehörte, und das große Spielmachertalent Inal Afitulin. Keeper Nikolai Sorokon (Wolgograd), der hünenhafte Kreisläufer Evgeni Kalinichenko (2.05 Meter!), der Halblinke Alexey Grigoriew (Atrachan) und Alexander Semikov sind ebenfalls «russische Bausteine» des ukrainischen Spitzenteams.
Die Handballfreunde in und um Eisenach dürfen sich also auf einen überaus attraktiven Testspielkontrahenten des ThSV Eisenach freuen. (lev/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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