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| | | |  | Mo 15.07.2002 13:34 | | Film auf der Brandenburg | | | Lauchröden - Es war schon ein Erlebnis, die «Reise zum Mittelpunkt der Erde» auf der Burgruine Brandenburg zu erleben. Samstagnacht lud das Ulla Viol-Trio und der Brandenburgverein zu einem Experiment ein.
Jazz und Film wurden den weit über 100 interessierten Gästen geboten. Und durch das einmalige Ambiente der nächtlichen Brandenburg wirkte Jules Vernes Film aus dem Jahre 1959 noch spannender. Man konnte meinen, im Film mitzuwirken, so realistisch war die Darstellung und die musikalische Begleitung der Handlung.
Bei den wichtigsten Passagen des Filmes wurde der Ton des Filmes belassen, den Rest der Unterhaltung übernahmen die Musiker. Und so war eine meisterliche Interpretation des Filmes zu spüren.
Manche der Besucher bemerkten kaum die Filmhandlung, konzentrierten sich auf die Musik des Trios. Die Musik rückte in den Mittelpunkt. Andere verfolgten mit Spannung die Filmhandlung, nahmen die Musik nicht Vordergründig wahr. Geschickt wurde der Film geschnitten, Spannungspunkte gesetzt - optisch und akustisch.
Erstaunlich wie das filmische Werk von 1959 heute noch wirkt - Spezialeffekte, Trickaufnahmen mit den Urtieren, glänzende Welten unter der Erde.
Das Experiment war gelungen. Viel Beifall gab es nach den gut 90 Minuten.
Ulla Viol am Keyboard und Player, Sven Mühlbradt an der Gitarre und Wolfgang Höhn am Schlagzeug konnten auf der Brandenburg die Gäste begeistern. Alle drei studierten oder studieren noch an der Hochschule für Musik in Weimar.
Die Idee zu diesem Werk hatte Ulla Viol. Die Jazz-Pianistin komponierte die «Filmmusik» im vergangenen Jahr. Am Freitag war bereits Premiere in Meiningen. Samstag der Höhepunkt dann auf der Brandenburg bei Lauchröden in passender Kulisse.
«Wir waren froh, das Wetter spielte mit», so Gitarrist Mühlbradt nach dem Konzert. Und Ulla Viol freute sich über die gute Resonanz auf der Burg. Nun werde man über kleine Pausen im Film nachdenken, da die Zuschauer und Hörer öfters mit Szenenbeifall die Musiker überschütten wollten. Auch an eine Zugabe habe man nicht gedacht.
Man kann jetzt nur gespannt sein, ob solch eine Veranstaltung zu einer festen Institution auf der Brandenburg werden könnte. (eol/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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