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Vom Schandfleck zum Schmuckstück
So wird das Haus bald aussehenDo 06.10.2005 12:38
So wird das Haus bald aussehen
© OLMA
Eisenach - Nach gut zehn Jahren tut sich wieder etwas an der Wartburgallee 55, dem früheren Pionierhaus und Schülertreff. Mit Brunhilde Homberger (Bad Orb) und Wolfgang Hornung (Hohenlohe) gibt es zwei Investoren, die von der Jugendstilvilla begeistert sind.
«Wir waren schon lange auf der Suche nach einer schönen Jugendstilvilla oder einem Schloss», so Wolfgang Hornung, ein Fernsehtechniker und Antiquitätensammler. Mit seiner Freundin Brunhilde Homberger hatte er sich auf der Fahrt von Dresden in Eisenach verfahren und landete zufällig in der Wartburgallee. Sie sah zuerst die Villa und rief:«bleib stehen». Auf einer Tafel fanden sie die Telefonnummer von OLMA-Immobilien Eisenach. Es folgten lange Verhandlungen zum Kaufpreis. Man einigte sich jüngst und mit der Stadt fand man gar eine Einigung zu fehlenden Stellplätzen. Zunächst werde das Haus entrümpelt. Es bot den Investoren einen erbärmlichen Anblick. Fensterscheiben waren eingeschlagen, Lagerfeuerreste waren im Haus, die Heizung ist weg, das Dach undicht, doch die Bausubstanz sei in Ordung. Für Hornung ist es das 14. Haus, das er sanieren wird. Und beide könnten sich vorstellen, in Eisenach eine neue Heimat zu finden.
In der ersten Etage wolle man sich eine eigene Wohnung einrichten, darüber werde es noch drei weitere Mietwohnungen geben. Im Erdgeschoss soll «Brunis Antik-Café» einziehen. Dies wolle Brunhilde Homberger sehr schnell eröffnen, vielleicht schon im Sommer 2006.
Gegenwärtig werde der Bauantrag für die Stadt vorbereitet. Die Villa solle erhalten bleiben, im Innern nur wenige Änderungen vorgenommen werden. Treppenhaus, Stuckdecken, das Parkett würden saniert. Der Denkmalschutz natürlich beachtet.
Mit dem Haus erfüllen sie die beiden Investoren einen Traum und so schwärmt Wolfgang Hornung von der Villa.
Nach der Wende wurde aus dem einstigen Pionierhaus der Schülertreff. Es gab Alteigentümer, Verkäufe. Zu hoch waren die Kaufpreisvorstellungen gewesen, der Zustand war zu schlecht und Parkplätze fehlten. 50 Gebote wurden für die Villa an der Wartburgallee 55 im Laufe der Jahre abgegeben. Nun lenkten die Besitzer aus Hannover ein.

Am 15. September wurde der Kauf beurkundet. Bürgermeister Christian Nielsen freute sich über den Vertragsabschluss, habe sich die Stadt doch mit der Lösung der Stellplätzesituation für die Investoren ausgesprochen. Das Grundstück werde nur unwesentlich erweitert, dazu angrenzende Flächen genutzt. Ein Schandfleck weniger in der Wartburgstadt. (eol/rbr)

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