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Freiwillige Feuerwehr Eisenach-Mitte 73 Mal alarmiert
Koffer für die BrandschutzerziehungDo 11.03.2010 13:28
Koffer für die Brandschutzerziehung
© Stadtverwaltung
Eisenach - 73 Mal wurde die Freiwillige Feuerwehr Eisenach-Mitte 2009 alarmiert. Diese Zahl nannte Wehrführer Heiko Nößler in seinem Rechenschaftsbericht zur Jahreshauptversammlung. Er hob hervor, dass der Alarmierung im Durchschnitt acht Feuerwehrleute folgten - und dies, obwohl die Einsatzabteilung der FF Mitte um rund zehn Prozent schrumpfte. Zur Zeit gehören ihr 28 Männer und drei Frauen an, 2008 waren es noch 39 Mitglieder gewesen (davon vier Frauen). Die 73 Einsätze liegen deutlich über dem langjährigen Schnitt.

Auf insgesamt 5910 Stunden oder durchschnittlich 190 Stunde je Mitglied summierte sich 2009 das ehrenamtliche Engagement bei der größten Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet, resümierte Nößler. Davon entfielen auf Einsätze und Übungen 865 Stunden. Den größten Anteil hatten jedoch die Brandsicherheitsdienste, die von Angehörigen der FF Mitte geleistet wurden. Insgesamt 1724 Stunden sorgten die Kameradinnen und Kameraden dafür, dass bei Veranstaltungen beispielsweise im Landestheater und auf der Wartburg, aber auch bei den Sommergewinns-Kommerschen und bei der Wartburg-Rallye der aktive Brandschutz gewährleistet wurde.

Ein besonderes Augenmerk legte die Wehr auch auf die Jugendarbeit: Fast 1000 Stunden wurden für den Nachwuchs aufgewendet. Das Ergebnis: eine konstante Zahl von 18 Mitgliedern bei der Jugendfeuerwehr Mitte. ”Wir werden wohl in diesem Jahr wieder Kameraden aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernehmen können”, sagte Heiko Nößler.

Vier Mitglieder der Jugendwehr erwarben das Abzeichen »Jugendflamme 2”, fünf Mitglieder die »Jugendflamme 1”. Beim alljährlichen Stadtgeländelauf belegte die Mannschaft der FF Mitte den 2. Rang.

Werbung für die Feuerwehr wird auch in Schulen und in Kindergärten gemacht. Feste Partnerschaften der FF Mitte existieren beispielsweise mit der Jakobschule, der Hörselschule und mit dem DRK-Kindergarten.

Ein großes Augenmerk legt die FF Mitte auch auf die Aus- und Weiterbildung. An jedem der insgesamt 48 Ausbildungsabenden - die Treffen finden jeden Montag statt - nahmen 2009 durchschnittlich 9 Kameradinnen und Kameraden teil. Dabei geht es nicht nur um die grundsätzliche Schulung rund um die Feuerwehr, sondern auch um den Bereich Gefahrgut und um den erweiterten Katastrophenschutz und um Fragen der technischen Hilfe.

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bot außerdem Grundlehrgänge an, dazu Truppmann- und Truppführer-Ausbildung, Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und für den Umgang mit der Motorsäge.

Neben all diesen Aktivitäten engagierten sich die Mitglieder der FF Eisenach-Mitte auch auf anderen Gebieten. So gab es auch 2009 wieder einen Tag »Tag der Behinderten”, bei dem die Wehr Menschen mit Behinderung in die Feuerwache einlud und ihnen die Arbeit und die Technik der Feuerwehr vorstellte.

Nicht zuletzt betonte Nößler, dass die Zusammenarbeit zwischen Freiwilliger Wehr und Berufsfeuerwehr. »Dieses Miteinander, basierend auf gegenseitiger Achtung, ist ein wichtiges Fundament für erfolgreich funktionierenden abwehrenden Brandschutz in unserer Stadt.”

Bürgermeisterin Ute Lieske beförderte bei der Jahreshauptversammlung im Auftrag des Oberbürgermeisters Juliane Rehn zur Hauptfeuerwehrfrau, Marko Steinhäuser und Andreas Ulrich zum Löschmeister sowie Peter Tost und Marco Rudolph zum Oberlöschmeister.

Julia Damm wurde die Bronzene Brandschutzmedaille am Bande für 10-jährige aktive und pflichttreue Dienstzeit in der Feuerwehr verliehen.
Bürgermeisterin Ute Lieske und Amtsleiter Burkhard Steffan übergaben zudem an die Jugendfeuerwehrwartin der FF Eisenach-Mitte, Julia Damm, Lehrmittel für die Brandschutzerziehung. Damit sollen Kinder Alter von 6 bis 9 Jahren an die Feuerwehr herangeführt werden. Zu den Lehrmitteln gehören ein Elektro-Frage-Antwort-Spiel, ein Experimentierkoffer und ein Modellhubschrauber, ein Memory-Spiel und eine Spielkiste. Finanziert wurden diese Mittel im Gesamtwert von rund 500 Euro aus Spenden. (pm/stv/rbr)

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