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CDU Wartburgkreis besorgt über Prozess
der Erweiterung der Pflege- und Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön
Fr 20.07.2012 10:53
Bad Salzungen - Der Kreisvorstand der CDU Wartburgkreis hat sich in dieser Woche intensiv mit dem Thema der vorgesehenen Erweiterung der Pflege- und Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön auseinander gesetzt.
In einem Brief an die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Umweltminister Jürgen Reinholz bringen die Mitglieder im CDU Kreisvorstand ihre Besorgnis zum Ausdruck, dass durch den gegenwärtigen Prozess das Projekt Biosphärenreservat in seiner Gesamtheit bei den Bürgern und Kommunen massiv an Zustimmung und Glaubwürdigkeit verliert.

«Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Region eine Abwertung erfährt. Gerade die in der Grenzregion zu Hessen wohnenden Bürgerinnen und Bürger reagieren nun verständlicherweise besonders sensibel auf die mit dem Vorhaben verbundenen Einschränkungen, haben sie doch während des DDR-Regimes oftmals Hof und Grund verloren. Diese traumatischen Erfahrungen sitzen tief. Der CDU-Kreisvorstand hat daher in dem Brief an die Ministerpräsidentin und den zuständigen Fachminister sehr eindringlich darum gebeten, den gegenwärtigen Moderationsprozess mit äußerster Sensibilität zu gestalten, auch um das Vertrauen in Demokratie und Rechtsstaat aufrecht zu erhalten.» macht der stellvertretende Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Manfred Grob die Situation deutlich.

Der Kreisvorstand der CDU Wartburgkreis hat die Regierung des Freistaats Thüringen nun um Klärung gebeten, inwieweit die vorgesehenen Änderungen unbedingt notwendig sind. Hierbei ist auch zu hinterfragen, ob die vorgesehenen Standards international üblich sind oder ob es hier zu unnötig hohen Standards kommt. Aus Sicht der CDU müsse gemäß dem Motto des Biosphärenreservates Mensch und Natur in Einklang gebracht werden: «Umwelt- und Naturschutz darf am Ende nicht heißen, dass die Interessen der Menschen unter den Tisch fallen. Gerade die Rhöner sind für ihre Naturverbundenheit bekannt. Deshalb ist ein wirklicher Dialog aller Beteiligten auf Augenhöhe wichtig. Umweltschutz darf nicht an den Bürgern vorbei auf dem Reißbrett verordnet werden», ergänzte der CDU-Kreisvorsitzende Christian Hirte.

Das Agieren der CDU Wartburgkreis hat bereits erfolgreich dazu geführt, dass das Thema nunmehr als «Chefsache» behandelt wird. Der Thüringer Umweltminister führte mit den beiden Südthüringer CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Grob (Wartburgkreis) und Michael Heym (Schmalkalden-Meiningen) umgehend am Mittwochnachmittag ein Gespräch, um auf die Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger zu reagieren. «Minister Reinholz hat schnell und unbürokratisch zugesagt, jetzt schnellstmöglich einen Termin zu organisieren, bei dem die Betroffenen aus unserer Region ihm ihre Sichtweise persönlich darlegen können und um gemeinsam eine Lösung zu finden. Dabei soll auch noch einmal umfassend fachlich informiert werden.», so Manfred Grob abschließend. (pm/cdu wak/rbr)

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