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Bürgermeister im Nordkreis halten an Verwaltungsgemeinschaft fest
Di 07.08.2012 11:33
© Büro Hirte
 «Einmalige Chance auf dauerhafte Strukturen nutzen»
Harsberg - Im Rahmen seiner Sommertour traf sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte mit Bürgermeistern aus den Verwaltungsgemeinschaften (VG) Mihla und Creuzburg sowie der Stadt Treffurt. Hintergrund der Gespräche auf dem Harsberg war die aktuelle Diskussion über eine Neugliederung der Verwaltungsgemeinschaften. «Der eindeutige Wille der Verantwortlichen vor Ort bleibt bestehen, die Verwaltungsgemeinschaften Mihla und Creuzburg zusammenzuführen. Es bleibt völlig unverständlich, warum die SPD in Thüringen den Willen von 11 Gemeinden ignoriert», so Hirte, der auch Vorsitzender der CDU Wartburgkreis und Mitglied des Kreistages ist, nach einer gemeinsamen Wanderung und einem Arbeitsgespräch.

Auch die Vorsitzende der VG Mihla, Karola Hunstock (CDU), bekräftigte den Willen der Kommunen. «Wir haben innerhalb kurzer Zeit in allen Gemeinden die Weichen gestellt. Wer Kommunalpolitik kennt, der weiß, dass man dabei auch immer über seinen Schatten springen muss. Deshalb ist es ein Schlag gegen die Interessen von ca. 11000 Menschen in den Gemeinden, so eine einmalige Chance auf dauerhaft tragfähige Strukturen zu torpedieren. Wir fordern die SPD im Land auf, auf die Bedürfnisse unserer Region Rücksicht zu nehmen, und ihre Blockadehaltung aufzugeben», so Hunstock. Sie betonte dabei, dass durch die Vakanz des VG-Vorsitzes in Creuzburg die Chance bestehe, diese VG aufzulösen. Man erreiche damit genau das, was das Land wolle, nämlich eine Reduzierung von Kosten und eine Reduzierung von Verwaltungsgemeinschaften.

Auch Hirte wiederholte seine Kritik an der Landes-SPD. «Immer, wenn die SPD einen Bürgermeister-Posten erlangt, kann sie rhetorisch vor Kraft nicht laufen. Aber wenn es darum geht, den Willen und den Sachverstand der Kommunalpolitiker anzuhören, folgt eine zentralistische Besserwisserei. Politik darf ja manchmal auch taktisch sein. Aber diese Taktierei der SPD würde unsere Region ca. 100000 Euro im Jahr kosten, weil der VG-Vorsitz neu ausgeschrieben werden müsste. 100000 Euro, die uns für andere wichtige Aufgaben fehlen werden. Wenn die SPD bei ihrer Haltung bleibt, soll sie sich bitte hinterher nicht wieder zur Finanzausstattung der Kommunen äußern», so Hirte. Die Gesprächsteilnehmer verabredeten, sich bei den Landtagsfraktionen weiter für ein Zustandekommen der neuen Strukturen einzusetzen. «Wir wollen nicht aufgeben und unsere besseren Argumente weiterhin wiederholen», erklärten Hunstock und Hirte. (pm/chi/rbr)

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