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| | | |  | Fr 10.08.2012 14:44 | | © Stadtverwaltung | | | | Mitglieder des Vereins Automobilbaumuseum Eisenach zeigen Klassiker aus Holz | | | | Eisenach - Mitglieder des Vereins Automobilbaumuseum Eisenach zeigen Klassiker aus Holz
Besondere Gebäude, die am Tag des offenen Denkmals (9. September) für die Öffentlichkeit zugänglich sein werden, stellen wir in einer kleinen Serie vor. Heute die ehemalige Ostkantine »O5” des Automobilwerkes Eisenach.
Das 1936 errichtete Gebäude - ursprünglich als Kameradschaftsgebäude der BMW AG mit 550 Sitzplätzen gebaut - nutzt heute der Verein Automobilbau-Museum Eisenach als Vereinsquartier. Ein großer Fahrzeug-Fundus dokumentiert die langjährige Tradition des Fahrzeugbaus in Eisenach. Dass auch das Thema Holz im Automobilbau eine Rolle spielte, soll die Ausstellung zeigen, die der Verein speziell zum Tag des offenen Denkmals zusammenstellen wird. Fachkundige Vereinsmitglieder werden große und kleine Besucher von 11 bis 16 Uhr durch das Gebäude und die Ausstellung führen.
Unter den Exponaten sind zum Beispiel ein Grundgestell aus Holz für einen Framo-Kombi und ein Grundgestell für einen BMW 328. «Der BMW 328 gehörte zu den Traumsportwagen seiner Zeit», sagt Wolfram Böhnhardt, Vorsitzender des Vereins Automobilbau-Museum-Eisenach. Anders als heute wurden die damaligen Gestelle für die Fahrzeuge noch aus Holz gefertigt. Holzrahmen kamen damals zum Einsatz, weil die heutige Technologie der selbst tragenden Karosserie noch nicht so weit verbreitet gewesen war. Gezeigt wird auch ein alter Munitionswagen aus den Anfängen des Automobilbaus. 1000 Stück sind damals als Großauftrag des kaiserlichen Heeres angefertigt worden.
Die Besucher können sich auch die Umbaupläne des ehemaligen Automobilwerkes anhand zweier Holzmodelle ansehen. Modell Nummer eins zeigt das Werk vor dem Umbau, Modell zwei ist ein Planungsmodell, das allerdings nie in die Realität umgesetzt worden ist. Passend zum Thema Holz wird es im «O5» außerdem eine Ausstellung alter Handwerkszeuge zur Holzbearbeitung geben. Gezeigt werden verschiedene Klobsägen, Profilhobel, ein handgetriebener Bandsägefeilautomat und verschiedene Fräser. Diese sind zum Teil 160 Jahre alt und sind früher von Stellmachern und Tischlern verwendet worden. Kinder dürfen sogar selbst Hand anlegen und eigene Holzautos basteln.
Das Kürzel «O5» steht für Ost 5, wobei die 5 einfach eine fortlaufende Nummer ist. Wegen seiner Größe gingen die Verantwortlichen des Automobilwerkes irgendwann einmal dazu über, das Gelände in einen Ost-Bereich, östlich der Friedrich-Naumann-Straße, und einen Westbereich einzuteilen. Die dort vorhandenen oder zu errichtenden Gebäude erhielten neben dem Kürzel O oder W dann die nächst höhere Nummer. Viele der damaligen Gebäude wurden nach 1990 abgerissen. Errichtet wurde das Gebäude nach Plänen des Eisenacher Architekten Georg Schroeder. Das Haus verfügte über einen großen Saal mit insgesamt 550 Sitzplätzen. In das Betriebsgelände wurde der Bau mit einem großen Freiraum für Versammlungen eingebunden. Seit 1995 stehen die erhaltenen Gebäude des ehemaligen Automobilwerkes Eisenach unter Denkmalschutz.
Führungen, Kinderaktionen und weitere Veranstaltungen finden in der ehemaligen Ostkantine (Zugang erfolgt über das awe-Museum) am 9. September von 11 bis 16 Uhr statt.
Informationen zum Tag des offenen Denkmals 2012:
Der Tag des offenen Denkmals ist in diesem Jahr am 9. September. Er wird bundesweit bereits zum 20. Mal veranstaltet und steht diesmal unter dem Motto «Holz». In Eisenach werden insgesamt neun Objekte - darunter Wohnhäuser, Kirchen und andere Gebäude - für die Bevölkerung geöffnet. 2011 besuchten in Thüringen zirka eine Million Gäste die rund 1000 an diesem Tag geöffneten Denkmale. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de. (pm/stv/rbr) | |
| V.i.S.d.P.: Rainer Beichler |
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