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Montag: "Gieß-Vorschlag anbiedern an SPD-Landesspitze"
FDP-Kreischef Robert-Martin MontagFr 17.08.2012 10:47
FDP-Kreischef Robert-Martin Montag
© FDP
 Irrsinnige Debatte im Sommerloch
Eisenach - "An Größe allein lässt sich Funktionsfähigkeit nicht ablesen. DDR-Kombinate waren groß und haben nicht funktioniert. Verwaltungsstrukturen müssen nicht groß sein um zu funktionieren", erklärt der neue FDP-Kreisvorsitzende Montag zum SPD-Vorschlag einen Großkreis aus Teilen von WAK, GTH und UH zu bilden. Welche Folgekosten zudem auf die Verwaltung zukämen könne man an den gescheiterten Gebietsreformen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ablesen, so Montag weiter. Was eine solche Idee für Bürgernähe, Aufwandskosten und Identitätsgefühl der Bürger bedeute habe Herr Gieß bei seinem Gedankenexperiment wohl vollkommen unterschlagen, so der Liberale. "Nur um der SPD-Landesspitze zu gefallen rumpelt die WAK-SPD munter durchs Sommerloch".

"Ein neuer Großkreis mit einer Fläche von über 2500 Quadratkilometern kann nicht im Sinne der Bürgernähe sein. Die Interessen der Menschen vor Ort würden in einem solch zentralistischen Konstrukt untergehen", befürchtet der FDP-Kreistagsabgeordnete Rüdiger Schwanz. "Schon die Flächenausdehnung des heutigen Wartburgkreises bringe häufig logistische Herausforderungen mit sich", so Schwanz. Wie innerhalb eines erheblich vergrößerten Kreisgebiets ehrenamtliches Engagement, auch im Kreistag, und direkte Bürgerbeteiligung für Angestellte oder Selbstständige möglich bleiben soll, ist für Schwanz eine essentielle Frage. "Ich befürchte im Kreistag eines solchen Großkreises säßen fast nur noch versorgte Parteifreunde der Regierungsparteien und Beamte, welche über die hart arbeitende Bevölkerung hinweg entscheiden würden", so der liberale Kreistagsabgeordnete.

Dass die SPD nicht für die Umsetzung des Bürgerwillens steht zeigt auch die ablehnende Haltung der Genossen in Kreis und Land zum VG-Zusammenschluss Mihla-Creuzburg. "Mit einer glaubhaften Sorge um eine gute Zukunft für den Wartburgkreis hat das Ganze Sommertheater freilich nichts zu tun", so Montag abschließend. Mit der FDP werde es nur vernünftige Lösungen geben die dem Bürgerwillen entsprechen und keine die der Profilierung einzelner Sozialdemokraten dienen. (pm/fdp/rbr)

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