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 | Bildquelle: Druckerei Husemann

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Bildquelle: Druckerei Husemann

Der ThSV Eisenach trauert um Otto Thees

Nach seiner eigenen Fußball-Karriere (hütete das Tor bei der Reserve von Motor Eisenach im Vorspiel zur Eröffnung des Wartburgstadions 1957!) engagierte sich Otto Thees zunächst als Fußball-Übungsleiter. Doch es zog ihn mehr und mehr zu seiner zweiten sportlichen Leidenschaft, dem kleinen runden Leder. Mit großem Enthusiasmus verfolgte er die Erstliga-Heimspiele der Motor-Handballer in der Jahnsporthalle, begleitete die Osmann, Sinke, Ursinus, Westram und Nositschka zu den «Heimspielen» in der Erfurter Beethoven-Halle und war natürlich dann auch in der neuen Sporthalle Katzenaue dabei. Mit der Gründung des ThSV Eisenach gehörte Otto Thees zum stets zupackenden Helferteam, im Bereich des Aufbaus der Werbung und als Ordner. Er war stets mit Rat und Tat zur Stelle, kam auch mehrfach am Tag auf seinem «Mopedchen» vom Palmental in die Werner-Aßmann-Halle oder in die Jahnsporthalle gefahren. Er war von Spielern aller Teams – von der Bundesliga bis zum Nachwuchs – als väterlicher Freund und verständnisvoller Ansprechpartner geschätzt. Trotz seines hohen Alters war auf den körperlich und geistig vitalen Ehrenamtler stets Verlass! Er war in seinem ehrenamtlichen Engagement Vorbild für mehrere Generationen!
Kurz vor Vollendung des 88. Lebensjahres verstarb Otto Thees in der Vorwoche nach kurzer schwerer Krankheit. Der ThSV Eisenach verneigt sich in großer Dankbarkeit! Das Mitgefühl aller Mitglieder des ThSV Eisenach gilt seiner Frau Irmgard und der gesamten Familie. Otto Thees wird im Herzen des ThSV Eisenach stets weiter leben!

Der Sport spielte im Hause Thees stets eine große Rolle! Otto Thees arbeitete zunächst viele Jahre als Schriftsetzer, war später im Bereich Ökonomie im VEB Petkus Wutha beschäftigt. Otto Thees stand im Fußballtor; erst von Lok Eisenach und später in der zweiten Mannschaft von Motor Eisenach. Als Mitte der 50er Jahre das Wartburgstadion eröffnet wurde, hütete Otto Thees im Vorspiel das Fußballgehäuse. Später gab er seinen Erfahrungsschatz als Übungsleiter im Nachwuchs weiter. Otto Thees entdeckte eine weiter sportliche Liebe: den Handball. Begeistert verfolgte er die Heimspiele von Motor Eisenach in der 1. Liga der DDR. Kaum zu glauben, die wurden über viele Jahre in der Jahnsporthalle, einem ehemaligen Reitstall der «Kasernierten Volkspolizei» ausgetragen. Ebenso heute kaum zu glauben, das waren stets Doppelspiele: Samstag um 16.00 Uhr und sonntags um 11.00 Uhr. Otto Thees hatte seinen festen Platz und konnte manche Anekdote aus diesen Jahren erzählen. Höhepunkte waren siegreiche Spiele der Motor-Kämpen gegen die ungeliebten Sportclubs. Da schlug auch das Herz von Otto Thees bis zum Hallendach.
Mit der politischen Wende 1989/90 galt es den Handball in Eisenach auf neue Füße zu stellen. Zum wirtschaftlichen Fundament des neu gegründeten ThSV Eisenach gehörten auch Werbeträger in der Sporthalle an der Katzenaue, die später den ehrenvollen Namen Werner-Aßmann-Halle zuerkannt bekam. Otto Thees nahm sich dieser Werbeträger an, organisierte den Auf- und Abbau sowie die Reparaturen. Erst mit Vollendung des 70. Lebensjahres legte er diese Aufgabe in jüngere Hände. Bis vor kurzem unterstützte er den ThSV Eisenach als Ordner, und das auch zu den Spielen des Nachwuchses. Sohn Manfred fungiert seit einigen Jahren als Chef der Ordnungsgruppe des ThSV Eisenach.
Otto Thees «sein Hocker» in der Werner-Aßmann-Halle bleibt nun leer. Der ThSV Eisenach wird Otto Thees ein ehrendes Gedenken bewahren.

Karl-Heinz Brack | | Quelle:

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