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Ehrenamtliches Engagement für Thüringer Sport geehrt

Thüringens Sportminister Jürgen Reinholz hat die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland an Walter Klee (Krauthausen) und das Verdienstkreuz am Bande an Harald Moritz (Ziegelheim) überreicht. Die beiden Persönlichkeiten wurden im Rahmen einer Feierstunde im Barocksaal der Staatskanzlei für ihr ehrenamtliches Engagement für den Thüringer Sport geehrt.

Walter Klee (geb. 1942) wird für seine Lebensleistung für den Fußballsport in der Region Eisenach geehrt. Als aktiver Fußballspieler stand Klee seit 1960 bei der BSG Motor Eisenach, zeitweise in der zweihöchsten Spielklasse der DDR, im Tor. Daneben war er von 1962 bis 1978 auch als Schiedsrichter tätig, davon seit 1968 ebenfalls in der damals zweithöchsten Spielklasse, der DDR-Liga. Als Schiedsrichterobmann im Fußballkreis Eisenach hatte Klee zudem großen Anteil an der Ausbildung junger Schiedsrichter. Zu seinen Zöglingen gehört z.B. der Eisenacher Stefan Weber, der als Schiedsrichterassistent in der ersten und als Schiedsrichter in der zweiten Bundesliga fungiert und Fußball-Schiedsrichter der FIFA ist. Parallel zu seiner Schiedsrichtertätigkeit begann sich Klee auch als Fußballfunktionär zu engagieren. 1970 übernahm der das Amt des Schiedsrichtervorsitzenden im Fußballkreis Eisenach, wenig später auch das des Ansetzers. Beide Funktionen übte er bis zum Jahr 2000 aus, in dem er zum Vorsitzenden des Kreisfachausschusses Fußball gewählt wurde. In dieser Funktion ist er auch Mitglied des Beirats des Thüringer Fußballverbands. Auf dem Kreisfußballtag 2004 wurde Klee angesichts seiner Fachkenntnis, aber auch seiner Fähigkeit, junge und ältere Sportsfreunde in seine Arbeit einzubinden, als KFA-Vorsitzender bestätigt.

Harald Moritz (geb. 1940) erhält das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um den Handballsport im Altenburger Land. Moritz begann im Alter von 14 Jahren, Handball zu spielen, und übernahm bereits drei Jahre später Aufgaben als Übungsleiter. In seiner insgesamt 45-jährigen Trainerlaufbahn hat er rund 120 Mannschaften verschiedener Altersklassen im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich trainiert. Zu seinen Erfolgen zählen DDR-Meister-, Bezirksmeister- und Landesmeistertitel ebenso wie Pokalsiege. Moritz entdeckte und förderte mit Petra Kahnt-Uhlig eine dreimalige Weltmeisterin, die mit 284 Spieleinsätzen Rekordnationalspielerin wurde. Seit 1968 übt Moritz ehrenamtlich Leitungsaufgaben im Landsportverein (LSV) Ziegelheim aus, insbesondere als verantwortlicher Abteilungsleiter Handball. Hier engagierte er sich auch stark für den Neubau der Sporthalle «Wieratalhalle». Ebenfalls 1968 legte Moritz die Schiedsrichterprüfung ab und war bis 2005 als Schiedsrichter aktiv. Daneben war er von 1968 bis 2006 Mitglied im Kreisfachausschuss Handball und Vorsitzender der Spielkommission. 1994 übernahm er nach dem Zusammenschluss der Kreissportbünde Altenburg und Schmölln den ehrenamtlichen Vorsitz des neuen KSB Altenburger Land, den er bis heute innehat. Moritz versteht es, mit besonderer Betreuung gerade Kinder frühzeitig für den Sport zu begeistern. Dabei arbeitet er eng mit Schulen und Kindergärten zusammen. Mit Turnieren, Sportfesten und Handballtagen sorgt er zudem für ein reges Vereinsleben beim LSV Ziegelheim. Weit über die Kreisgrenzen hinaus sind sein Sach- und Fachverstand gefragt. Mit dem Bundesverdienstkreuz wird deshalb das Lebenswerk von Moritz gewürdigt.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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