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Lutherpreis „Das unerschrockene Wort“ an Journalistin Andrea Röpke

Der Lutherpreis „Das unerschrockene Wort“ wird der Journalistin und Politologin Andrea Röpke verliehen. Die mit 10000 Euro dotierte Auszeichnung für ein vorbildhaftes Engagement und unerschrockenes Auftreten ganz im Sinne des Reformators Martin Luther vor dem Reichstag in Worms im Jahre 1521 wird von den 15 Stifterstädten alle zwei Jahre ausgelobt.
In ihrer Jurysitzung am Samstag (15. November) in der Lutherstadt Zeitz haben sich die Mitglieder deutlich für Andrea Röpke als neue Preisträgerin entschieden. Die Übergabe des Preises „Das unerschrockene Wort“ wird am 25. April 2009 in Zeitz im Rahmen einer Feierstunde erfolgen.

Zuvor waren in Eisenach und den anderen 14 Lutherstädten die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen worden, Kandidatinnen oder Kandidaten für die Preisvergabe vorzuschlagen. Die Resonanz war sehr erfreulich.
Bei der Entscheidung für Andrea Röpke hat sich die Jury, bestehend aus den Stadtoberhäuptern der Lutherstädte sowie sechs weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens davon leiten lassen, dass mit ihr als neuer Preisträgerin auch ein Zeichen gesetzt werde, das gut in unsere Zeit passt.
So begab sich Andrea Röpke mit ihrem investigativen Journalismus stets in Notlagen, um die Gefahren des Rechtsextremismus für unsere Gesellschaft aufzudecken. Trotz gravierender Repressalien, die sie durch rechtsradikale Gewalttäter (zuletzt November 2006 in Blankenfelde) erleiden musste, hielt sie an ihrer Arbeit fest. Die Jury war sich darin einig, so Oberbürgermeister Matthias Doht, dass Andrea Röpke mit ihrer Arbeit verdeutlicht, auf welche subtile Weise die Neue Rechte in unsere Gesellschaft eindringt, um ihr fremdenfeindliches Weltbild auszuweiten und ihre antidemokratische Ideologie zu verbreiten.

In einem ersten Telefongespräch nach der Entscheidung für Andrea Röpke, das Wittenbergs Oberbürgermeister Eckhard Naumann im Namen der Jury mit der neuen Preisträgerin führte, zeigte sie sich über die Preisvergabe sehr erfreut. Sie unterstrich, dass es ihr ein wichtiges Anliegen sei, den Einfluss der Neuen Rechten auf junge Familien und insbesondere Frauen mit ihren Möglichkeiten zu bekämpfen und aufklärend zu wirken.

Die Stifterstädte des Lutherpreises sind: Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz.

Die Jury erklärte, dass der Preis „Das unerschrockene Wort“ auch einen Beitrag zur Lutherdekade leiste.

Stichwort „Lutherdekade“
Luthers Thesenanschlag am 31.Oktober 1517 gilt als das entscheidende Datum der Reformation. Der 500. Jahrestag im Jahr 2017 soll kein bloßer Gedenktag sein. Es wurde deshalb die „Lutherdekade“ ausgerufen, die 500 Jahre nach dem Eintreffen Luthers in Wittenberg im September 2008 begann. Von 2008-2017 sollen in jedem Jahr inhaltliche Schwerpunkte definiert und in Form von Großveranstaltungen, Landesausstellungen, wissenschaftliche Kongressen und Tagungen, Kulturveranstaltungen umgesetzt werden.

Rainer Beichler | | Quelle:

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