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3. Begegnungswoche beendet

Bereits zum dritten Mal nach 1995 und 1999 lud die Wartburgstadt ehemalige Eisenacher Bürger jüdischen Glaubens zu einer Begegnungswoche ein. Noch bis zum 31. August werden 16 Menschen aus Israel, den USA und Frankreich in Eisenach zu Gast sein. Teilweise brachten die Familien ihre Kinder und Enkelkinder mit, denen sie ihre einstige Heimatstadt zeigten. Für die Gäste wurde ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, so gab es einen Stadtrundgang, einen Besuch des Rennsteigs, eine Fahrt nach Weimar. Oberbürgermeister Gerhard Schneider empfing die Gäste, hier kam der Wunsch der Stadt erneut zum Ausdruck, eine Partnerstadt in Israel zu haben. Aber auch für Treffen mit Freunden war ausreichend freie Zeit vorhanden.

Eisenach engagiert sich bereits seit Jahren, wieder Kontakte mit jüdischen ehemaligen Mitbürgern zu knüpfen und insbesondere die geschichtlichen Ereignisse aufzuarbeiten.
Mit der ersten Begegnungswoche 1995 war Eisenach eine der ersten ostdeutschen Kommunen, die die Initiative ergriff und ehemalige Einwohner jüdischen Glaubens in ihre frühere Heimatstadt einluden.
Damals kamen 40 ehemalige Eisenacher und deren Angehörige zu einem ersten Treffen in die Stadt. Diese für viele erste Wiederbegegnung nach Jahrzehnten wirkte sehr nachhaltig auf die Gäste wie auch auf die Eisenacher selbst.
Zur zweiten Begegnungswoche 1999 kamen erneut fast 30 teils schon hoch betagte Gäste. Die Bereitschaft der Eisenacher, bei der Vorbereitung und Durchführung des Treffens mitzuwirken, war wieder sehr groß.
2000 fand schließlich das «Treffen der Enkel» statt, eine Initiative des Elisabeth-Gymnasiums. Enkel der aus Eisenach stammenden jüdischen Menschen trafen sich mit Eisenacher Schülerinnen und Schülern, um gemeinsam in die Geschichte zu blicken.
Mit einem Besuch des Festgottesdienstes zur 50. Wiederkehr der Weihe der dortigen Synagoge, endet der Aufenthalt in Thüringen. Morgen werden die Gäste ihre Heimreise antreten.

Rainer Beichler | | Quelle:

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