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ADAC ruft zu Initiative von Politik, Wirtschaft und Verbänden auf:
Deutschland: Stoppt den Spritpreis!

Der ADAC ruft Politik, Wirtschaft und Verbände dazu auf, dem explosionsartigen Anstieg der Kraftstoffpreise mit einer gemeinsamen Initiative entgegenzutreten. «Wir können nicht zusehen, wie die Spritpreise jeden Tag neue Rekordmarken erklimmen und so die Mobilität jedes einzelnen Autofahrers in Deutschland immer weiter gefährdet wird», so ADAC-Präsident Peter Meyer. «Ich fordere die Verantwortlichen auf, alle notwendigen Anstrengungen zu bündeln, damit Autofahren auch für Normalbürger bezahlbar bleibt.» Die Initiative wendet sich vor allem auch an die deutschen Autohersteller, die Mineralölkonzerne und die verantwortlichen Politiker in Berlin und Brüssel. Der hohe Spritpreis gefährde nicht nur die Autofahrer selbst, sondern vor allem auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Der ADAC-Präsident fordert jetzt explizit die Absenkung der Mineralölsteuer auf das Niveau der Nachbarländer. «Unsere Nachbarn machen uns vor, dass eine moderate Kraftstoffbesteuerung möglich ist.» Nach Ansicht von ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker muss das Geschachere der Parteien um die Kürzung der Entfernungspauschale endlich beendet werden. «Gerade angesichts der Preissituation an den Tankstellen ist dieser Schritt mehr als überfällig», so Becker. «Die Menschen sind aufs Autofahren angewiesen – das muss auch der Staat einsehen.»
Die Mineralölindustrie ist gefordert, zu einer maßvollen Preispolitik zurückzukehren. Trotz des Allzeithochs des Ölpreises sind nach Berechnungen des ADAC insbesondere die derzeitigen Dieselpreise nicht akzeptabel. Aber auch die Automobilhersteller sind in der Pflicht und sollten schnellstmöglich Konzepte umsetzen, um eine schnellere Marktdurchdringung mit Kraftstoff sparenden und zugleich erschwinglichen Fahrzeugen zu erreichen. Und schließlich sind die Autofahrer aufgefordert, durch eine Sprit sparende Fahrweise den Verbrauch zu reduzieren und Preisunterschiede an den Tankstellen verstärkt auszunutzen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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