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Appell von OB Doht und Betriebsrat Lieske an Mandatsträger der Region

In einem gemeinsamen Brief an alle Thüringer Bundestags-Abgeordneten haben jetzt der Eisenacher Oberbürgermeister Matthias Doht und der Betriebsratsvorsitzende des Opelwerkes, Harald Lieske, die Mandatsträger dazu aufgerufen, gemeinsam über alle Parteigrenzen hinweg, für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen. „Unsere Abgeordneten müssen hier mit einer Stimme sprechen“, fordern die beiden Unterzeichner.

Parteipolitische Spielchen sind nach Auffassung Dohts hier nicht erlaubt. Deshalb müssten „alle denkbaren Lösungsvorschläge für eine Rettung der Arbeitsplätze bei Opel Eisenach einbezogen werden wie etwa auch die Optionen – Bürgschaften und Staatsbeteiligung“, so der Oberbürgermeister.

Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Auch eine zeitlich befristete Staatsbeteiligung bei Opel darf jetzt noch nicht abgelehnt werden. Entsprechende skeptische Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kann ich nicht nachvollziehen, da ja von General Motors noch gar kein Sanierungskonzept bzw. kein Konzept für eine Trennung des Konzerns vorliegt.“
„Wenig hilfreich, sondern schädlich“, so Doht, seien in diesem Zusammenhang auch in den Medien zitierte Äußerungen von Linksparteichef Gregor Gysi, der vor einem „VEB Opel“ gewarnt haben soll. „Uns geht es um die Rettung der Arbeitsplätze und um den Wohlstand unserer Menschen hier in der Region“, begründete der OB sein Engagement.
Sowohl er als auch Lieske sind davon überzeugt, dass für eine Übergangszeit finanzielle Hilfen für Opel dringend nötig sind. Wenn das Unternehmen ausreichend Hilfe erhält, werden das Eisenacher Werk und Opel insgesamt die Krise überstehen.

In Eisenach und Umgebung sind zwischen 15000 bis 17000 Arbeitsplätze in Gefahr, denn neben Opel sind auch zahlreiche Zulieferfirmen, mittelständische Unternehmen von der Dienstleistungsbranche bis hin zur Gastronomie betroffen. In der Wartburgregion ist jeder vierte Beschäftigte direkt oder indirekt von der Automobilindustrie abhängig.

Rainer Beichler | | Quelle:

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