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CDU-Fraktion wirbt für «Straße der Demokratiegeschichte»

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag warb zum «Tag der Parlamentarischen Demokratie», am 18. März, mit einer Bustour für eine «Straße der Demokratiegeschichte», die auch im Entwurf für ein Regierungsprogramm der CDU-Thüringen gefordert wird. Der Arbeitskreis für Wissenschaft, Kunst und Medien wird dazu mit Informationsständen die Städte Jena, Weimar, Erfurt und Eisenach aufsuchen. Der Thüringer Landtag hat im vergangenen Jahr die Landesregierung dazu aufgefordert, im Bundesrat eine Initiative zur Einführung des «Tags der Parlamentarischen Demokratie» zu unterstützen.

In Eisenach wurde der Stand am späten Nachmittag aufgebaut. Unter anderem war dort auch das Mitglied des Landtages Gustav Bergemann.

Wie der Arbeitskreiskreissprecher Reyk Seela im Vorfeld des 18. März sagte, «kommt es der CDU-Fraktion darauf, anhand historischer Daten und Erinnerungsorte zu verdeutlichen, dass der Weg zur Parlamentarischen Demokratie lang war und wir uns täglich für ihren Bestand einsetzen müssen». Thüringen weise besonders viele dieser Erinnerungsorte auf, die durch eine «Straße der Demokratiegeschichte» verbunden und besser vermarktet werden sollte. So gelte es, in Jena an die Urburschenschaft zu erinnern, die sich nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon für Freiheit, Einheit und Demokratie eingesetzt habe.

Weimar ist nach den Worten Seelas mit dem Deutschen Nationaltheater als Ort der Weimarer Nationalversammlung und der Gedenkstätte Buchenwald, der Aufbruch und barbarisches Scheitern der ersten Demokratie besonders symbolisiert.
Erfurt gehöre nicht alleine als Sitz des Thüringer Landtags in diese Reihe. «Einen Blick lohnt auch das Erfurter Unionsparlament von 1850 als dem verzweifelten und gescheiterten Versuch, von der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche zu retten, was zu retten war. Gleiches gilt für das Erfurter Programm der SPD von 1891», sagte der Arbeitskreissprecher.

Eisenach schließlich habe mit dem Wartburgfeste von 1817 und als Gründungsort der SDAP 1869 Demokratiegeschichte geschrieben. Zu erinnern ist nach Meinung Seelas genauso an den in der Wartburgstadt 1859 gegründeten Deutschen Nationalverein, in dem sich Liberale und gemäßigte Demokraten zusammengeschlossen haben.
«Zu allen diesen Ereignissen gibt es Erinnerungsorte. Mit der geplanten touristischen Straße werden sie thematisch zusammengebunden», so der Jenaer Abgeordnete abschließend.

Rainer Beichler | | Quelle:

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