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Christian Hirte (CDU): Ehe für alle verfehlt Ziel

Der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Thüringer CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte lehnt eine ‚Ehe für alle‘ ab. „Wir haben in den letzten Jahren in vielen Bereichen eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften vollzogen und sind dabei, dies weiter zu tun. Das Verfassungsgericht gibt uns dies gerade im steuerlichen Bereich auf. Aber Ehe ist und bleibt für mich exklusiv die Verbindung von Mann und Frau.“

Eine ‚Ehe für alle‘ gehe auch völlig an den eigentlich nötigen familienpolitischen Debatten vorbei. „Deutschland hat mit den weltweit wenigstens Kindern andere drängende familienpolitische Sorgen. Eine Aufnahme gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Ehebegriff wird dies sicher nicht voranbringen. Stattdessen sollten wir überlegen, wie wir mehr Menschen ermuntern können, Kinder zu bekommen. Dafür könnte etwa ein echtes Familiensplitting zugunsten von Kindern beitragen.“

Das Grundgesetz schützt Ehe und Familie, weil dies damals wie heute selbstverständliche Voraussetzung für die Erziehung von Kindern ist.

Die Verbindung von Mann und Frau ist und bleibt die Voraussetzung für das Entstehen einer Familie mit Kindern. Deshalb ist das eben etwas anderes als eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Und deshalb wäre es begriffliche Beliebigkeit, wenn wir so tun würden, als ginge es um dasselbe

so Hirte. Adoptionsdebatten etwa sollte man in Anbetracht von ca. 35.000 verpartnerten, gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften bei ca. 19.000.000 Ehen auch gesellschaftlich nicht überbewerten.

Steffen E. |

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  • Christian

    Bei Gefahr über den eigenen Tellerrand zu blicken scheinen sich einige Leute in einen Krug zu flüchten. Nicht dass man homosexuelle Menschen verstehen müsste (ich kann das auch nicht) aber man kann doch wohl verstehen dass sich Menschen in Ihrem Leben nicht benachteiligt fühlen wollen für eine Sache für die sie gar nichts können. Was ist eine Ehe denn heutzutage noch? Würde es nicht viele gesellschaftliche/finanzielle Erleichterungen geben, die durch unsere grandiose Verknüpfung von Staat und Kirche bedingt wird, wäre dieses ritual längst nicht mehr so verbreitet. Der christliche Urgedanke der Ehe ist doch nur reine Makulatur und wohl nur noch unter sehr gläubigen Bevölkerungsschichten im Ansatz vorhanden. Jedoch, dass die beurkundete Zusammengehörigkeit für viele Menschen einen wichtigen sozialen Standpunkt darstellt, ist nicht zu leugnen. Dass dabei die geschlechtliche Ausrichtung eine Rolle spielten soll muss mir mal jemand erklären.

    Um nochmal auf Herrn Hirte direkt zu kommen:
    „Deutschland hat mit den weltweit wenigstens Kindern andere drängende familienpolitische Sorgen. Eine Aufnahme gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Ehebegriff wird dies sicher nicht voranbringen. Stattdessen sollten wir überlegen, wie wir mehr Menschen ermuntern können, Kinder zu bekommen. Dafür könnte etwa ein echtes Familiensplitting zugunsten von Kindern beitragen.“

    -> Typisch ablenkender politischer Dummfug. Eine Aufnahme gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in den Ehebegriff wird auch den Holzeinschlag in Indonesien wenig beeinflussen.

    • vigilando ascendimus

      Werte Herr Kommentator,

      Herr Hirte trägt meiner Auffassung hier keinen politischen Dummfug vor!

      Ich bin schon der Auffassung dass die Ehe zwischen Mann und Frau etwas anderes ist als das Zusammenleben in anderen Beziehungen. Die Ehe ist meiner Auffassung nicht nur das Bilden einer dauerhaften Liebes-, Wirtschafts- und Lebensgemeinschaft, sondern bildet natürlich auch den Rahmen der Entwicklung für die geordnete Bildung einer Familie mit Kindern. Sie ist der Normalfall und sollte dies auch in Zukunft bleiben!

      Der verfassungsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz sagt aus, dass Gleiches gleich behandelt werden soll. Daraus folg auch das Ungleiches ungleich zu behandeln ist. Das zusammen leben von zwei Männern oder auch von zwei Frauen, auch unter dem „Segen“ des Staates (=Eintragung als Gemeinschaft) ist nun einmal etwas anderes als eine Ehe zwischen Mann und Frau.

      Toleranz gegen über außerehelichen Beziehnungen dürfen doch bei aller Toleranz nicht dazu führen, dass man diese Beziehungen der Ehe gleichsetzt.

      Wenn der Staat homosexuelle Beziehungen mit der Ehe gleichstellt, wie soll sich der Staat künftig gegenüber bisexuelle oder polygamen Gemeinschaften verhalten?

      • Christian

        Werter Herr Kommentarkommentator,

        Herr Hirte redet sehr wohl politischen Dummfug wenn er in die Diskussion um gleichgeschlechtliche Ehen die Familienpolitik einbezieht. Das sind getrennte Themen! Für mich Zeugt das von Argumentationslosigkeit bzw. kann man die eigentlichen Beweggründe nicht nennen, denn die heißen: ich will das aber nicht, denn meine Erziehung lässt das nicht zu und mein soziales Umfeld findet das nicht dolle… winsel plärr…
        Politik sollte ehrlich sein und wenn jemand Themen vermischt weil er nicht argumentieren kann redet er Dummfug und ist nicht ernst zu nehmen. Sie können das gerne anders handhaben.

        • Uwe Semmler

          Hirte und/oder Schipanski ……waren das nicht die Erfinder des Dummfugs?

      • Beobachter

        Bin erstaunt daß ich schon wieder ihrer Meinung bin. Wir gelten wohl als altmodisch wenn wir nicht den in der Öffentlichkeit breitgetragenen Zeitgeist (oft aber unsinnig!) nachquatschen.

  • Felix Berg

    Ein heikles Thema und seid Wochen wieder ein Dauerbrenner. Was Hirte anführt ist alles Richtig, aber nur deshalb weil es mal so festgelegt wurde von Personen xxx, was sehr lange her ist. Seinerzeit gab es noch nicht einmal Penicillin. Aber wer seinerzeit nicht Heterosexuell war ging zur Kirche, Kloster. Dann einiges später kam der Führer – er brauchte Feindbilder, das braucht eine Gesellschaft immer die übles im Schild führt. Aber so weis man heute- selbst der Führer hatte eine besondere Leidenschaft- sein Stararchitekt. Heute sind wir um einiges an Wissen reicher dank der Forschung in allen Bereichen. So weis man heute das man weder Hetero noch Schwul werden kann. Als Hetero kann man nie Kinder so erziehen das sie Schwul oder Hetero sind. Hier lässt sich die Natur noch nicht ins Handwerk pfuschen. Man entzieht also der Welt keine Menschen nach dem eingetrichterten Werten. Das Familienbild hat sich anders gewandelt, immer dem Geld nach, Kinder kosten und sind heute im Weg, zudem in der Regel auch Zukunftslos.
    Familien wollen keine Kinder die ihr leben lang schleimen müssen und vor dem Geldadel zu kreuze kriechen müssen. Der Geldadel kann jedoch ohne Kriecher nicht existieren und da sind wir wieder beim Thema. Spalten, hervorheben, Unmut schüren. Eine Welt ohne oben und unten nach dem Urwillen der Christenheit wie es Sonntags von den Kanzeln tönt würde hilfreich sein. Allerdings sind Christen die nach Christlichen Werten leben kaum auszumachen, die 10 Gebote sind auch für sie das pure Gift. Geld regiert die Welt und alle jagen dem hinterher.

  • Gisela Rexrodt

    „Die Ehe bildet den Rahmen für die geordnete Bildung einer Familie mit Kindern“. Das ist ein Satz, der vor Toleranz strotzt, Herr ascendimus. Da kenne ich aber „Rahmen“, in denen die Kinder missbraucht, misshandelt und zu Tode gequält werden. Und die Christen sollten, bevor sie darüber inhaltsleere Reden schreiben/halten, Aufarbeitung leisten, was ihr Fehlverhalten gegenüber ihnen anvertrauter Kindern anbelangt. Um mal gleich alles vorwegzunehmen: Ich habe 4 Kinder und 5 Enkelkinder. Ich kenne gleichgeschlechtige Paare, die nach unzähligen Überprüfungen Kinder adoptieren konnten. Diese Kinder wurden weder schwul noch lesbisch, sie entwickelten sich hervorragend und hatten/haben eine wunderbare Kindheit. Kinder, die nicht gewollt sind und von den „Rahmenbedingungen“ abgeschoben wurden und werden, finden dort eine Familie in Liebe und Geborgenheit. Es geht nicht um die phiosophische Erklärung „Ehe“, die mal dringend überarbeitet werden sollte nach Jahren der Benutzung durch die jeweiligenden „Machthaber“, es geht um gleiche Rechte dieser Menschen, wenn sie schon die gleichen Pflichten haben sollen.

  • EHE- errare hominis est – irren ist menschlich

    Und so wie sich jeder irren darf, sollte sich auch jeder Mensch binden dürfen, mit wem auch immer bzw. ob Männlein mit Männlein und Weiblein mit Weiblein oder ganz traditionell Weiblein mit Männlein muss in einer Offenen und freien Gesellschaft wie unsere völlig egal sein.
    Das was Hirte hier zum besten gibt, ist Still aus dem vergangen Jahrhundert und sollte der Vergangenheit angehören. Unsere Gesellschaft sollte dies zulassen, auch jenes das sich ein Hirte auch irren darf ;-)

  • Grummel

    Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Dieses Friedrich des Großen zugeschriebene Zitat ist ebenso alt wie tolerant. Freiheit eben. Dies sollte auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften
    gelten, inklusive der juristischen, fiskalischen, adoptionsrechtlichen, …Gleichstellung. Jedoch halte ich den Begriff Ehe dafür aus semantischen Gründen für ungeeignet. Wir werden im Ausland um unsere Sprache auch deswegen beneidet, weil sich damit vieles sehr genau und prägnant beschreiben läßt. Wesentliches Alleinstellungsmerkmal heterosexueller Lebensgemeinschaften ist nun einmal, dass dort, und nur dort, auf
    natürlichem Wege Nachkommen entstehen. Damit ist Ehe ein eindeutiger Begriff. Für homosexuelle Lebensgemeinschaften sollte sich doch wohl ein Begriff in unserer Muttersprache finden lassen, der die Unterschiedlichkeit treffend wiedergibt ohne diskriminierend zu wirken.

    • Gisela Rexrodt

      Ausdrücklich: Danke für all die Reaktionen auf diesen Artikel. Ich darf Herrn Grummel mit einem zugekniffenen Auge antworten: Eine Bekannte von mir lebt mit ihrer Partnerin zusammen (sie haben geheiratet). Das Kind, das beide haben, ist auf ganz natürlichem Weg entstanden. Meine Bekannte hat es ausgetragen und zur Welt gebracht, wie sich das gehört. Die Kinder, die nicht aus meiner jetzigen Ehe stammen, sind auch auf ganz natürlichem Weg entstanden, eins sogar nicht in einer Ehe, sondern in einer Lebensgemeinsschaft. Wie ist das nun mit der Begrifflichkeit?

    • Christian

      „Alleinstellungsmerkmal heterosexueller Lebensgemeinschaften ist nun einmal, dass dort, und nur dort, auf natürlichem Wege Nachkommen entstehen.“

      Weiß Mutter Natur schon davon? Dann wäre endlich auch die „Pille danach“ überflüssig und man müsste nicht mehr so aufpassen ;-)

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