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MdL Anja Müller (Die Linke): Rot-Rot hat geliefert

Kindern und Jugendlichen die für sie bestmöglichste Schulbildung zu ermöglichen hat für die Landtagsabgeordnete Anja Müller/DIE LINKE oberste Priorität. Dazu gehört die Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern, der Aufbau einer Vertretungsreserve aber auch ein Schulinvestitionsprogramm, deutlich über dem bisherigen Niveau.
Müller versteht die Lobbyarbeit der Grünen Vertreter im Landtag zu den Privatschulen nicht so recht.  Selbstverständlich  wird die Bildungsministerin, entsprechend des Urteils des Thüringer Verfassungsgerichtshofes, eine entsprechende Neuregelung der Finanzierung der Privatschulen anstreben. Aber auch die Privatschulen müssen ihre Hausaufgaben dahingehend machen und das Urteil genauer lesen. Das besagt:“ Privatschulen müssen ihre Finanzsäulen transparenter darstellen“, das geschieht bis heute  nicht.
Rot-Rot hat viel Entgegenkommen gezeigt, aber im Sinne eines ausgewogenen Haushaltes sollten die Grünen ihre überhöhten Forderungen,  für die Privatschulen zurückschrauben. Denn ein ausgewogener Haushalt gilt für alle.
Im Staatlichen Schulsystem  erbten wir einen angestauten Lehrermangel und einen hohen Investitionsstau. Alleine im Wartburgkreis wird er auf über 60 Mio. Euro geschätzt, so Müller die auch Kreistagsmitglied ist. Klassengrößen schwellen bis auf 30 Kinder an, da bleibt kaum Zeit für individuelle Lernförderungen durch den einzelnen Lehrer, wie es bei den Privatschulen möglich ist.
In Thüringen gibt es 90% Staatliche Schulen und 10% Privatschulen. Bedeutet, 9 von 10 Kindern sind auf staatlichen Schulen. Im Wartburgkreis gibt es nur Staatliche und  wollen wir nun ein zweiklassen Schulsystem aufbauen? Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: Es geht um  gleiche Chancen  von Schülerinnen und Schülern in freier (Privat) und staatlicher Trägerschaft.

Von daher, Ja zur Neuregelung der Finanzierung der Privatschulen, aber mit Augenmaß und  unter Beachtung der Forderungen des Verfassungsgerichts.  Ja, zu mehr Lehrerinnen und Lehrern für mehr Bildungsgerechtigkeit in Thüringen, so die Abgeordnete zum Abschluss.

Andrea T. | | Quelle: ,

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  • vigilando ascendimus

    Liebe Frau Müller,

    bis jetzt hat weder rot-rot noch rot-rot-grün irgendetwas brauchbares für unser Land geliefert. Versprochen wurde von links, dass es nun in allen Bereichen aufwärts gehen soll mit dem Freistaat Thüringen – nach den angeblich verlorenen schwarzen und schwarz-roten Jahren.

    Ich bemerke seit Dezember letzten Jahres nur Stillstand, Gefasel über einen angeblich protestantischen Papst, über den schlimmen Kapitalismus sowie Forderungen nach vollständiger Gleichstellung homosexueller Lebvensgemeinschaften mit einer richtigen Ehe oder den 8. Mai als zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Thüringen einzuführen. Echter Fortschritt ist in keinem Bereich in Zuständigkeit der Thüringer Landesregierung zu erkennen, auch nicht im Bildungsbereich.

    Die Überschrift „rot-rot hat geliefert“ verbuchen wir also besser unter dem Begriff „Sozialistische Propaganda“.

    Also dann „Vorwärts ihr Proletarier, zum nächsten Parteitag!“

  • Gisela Rexrodt

    Die größte Peinlichkeit lieferte die Kultusministerin letzte Wochein der TA, als sie über die guten Abiturergebnisse in Thüringen im Ländervergleich faselte und so tat, als sei es das Verdienst der neuen Regierung. Das Bildungswesen ist noch so, wie es 1990 eingeführt wurde und vor allem die Linken zu jeder passenden und unpassenden Gelegeneheit gegen dieses 3-gliedrige Bildungswesen demonstrierten. Und nun freut sich Frau Kultus über dieses Ergebnis und fabuliert, dass wir in Thüringen ein gutes Bildungswesen haben. Eigentlich hatte ich dazu einen Sturm der Entrüstung und Leserbriefe erwartet.(Meine werden leider nicht veröffentlicht.)

  • Icehawk

    An die verantwortliche Presse und den interessierten Bürger

    Es geht hier nicht um „Privatschulen“, denn das suggeriert dem nicht mit der Materie befassten Bürger, es handele sich um EliteSchulen im englischen oder schweizerischen Stil, die durch die öffentliche Hand mitfinanziert werden, sondern um „Schulen in freier Trägerschaft“ und die sind in Trägerschaft z.B. vom Deutschen Roten Kreuz, der Caritas oder anderen Wohlfahrtsverbänden, werden durch diese zu großen Teilen auch finanziert, da man auf diesen Schulen unter anderem die Pflegekräfte und Pädagogen ausbildet, die dann in den jeweiligen Einrichtungen der Träger als AltenpflegerInnen resp. ErzieherInnen für das Wohl aller arbeiten, die darauf angewiesen sind. Doch leider mussten diese Schulen bisher schon mit weit weniger finanziellen Mitteln am Laufen gehalten werden, als bspw. staatliche Schulen, was bedeutet, dass die Lehrkräfte an Schulen freier Träger für weitaus weniger Entlohnung (ggnüb. denen an staatl. Schulen) eine doch nicht minder qualifizierte Arbeit leisten und somit gut ausgebildete junge Menschen in die (Arbeit-)Welt entlassen.
    Mit dem aktuellen Finanzierungsplan unserer Regierung jedoch wird den Schulen in freier Trägerschaft, insbesondere denen, die Sozialberufe ausbilden (Erzieher/Pflege), massiv die Unterstützung/Finanzierung versagt, dass die Träger alleine dies nicht sehr lange auffangen können und letztendlich diese Schulen finanziell austrocknen. Dann bleiben noch die staatlichen Schulen, was der Regierung im Sinne der Zentralisierungs- und Vereinheitlichungsbestrebungen wohl in die Hände spielen würde. Zur Bildung allerdings gehört Vielfalt und (Entscheidungs-/Wahl-)Freiheit.

    • Gisela Rexrodt

      Sehr richtig! Hinzufügen darf ich die Waldorfschulen, Jenaplan usw. Von Bildungsvielfalt reden, sie aber klammheimlich abschaffen wollen mit Parolen wie: Rot-Rot hat geliefert! Jawolllll, zurück zur Einheitsschule, da schreiben „wir“ nämlich die Lehrpläne.

    • Jörg Voß

      Freie Träger gibt es nicht wirklich. Dann müßte die Trennung von Kirche und Staat zu 100% vollzogen werden. Der Staat alleine müsste schon die Voraussetzungen zur Ausbildung aller erforderlichen Berufe schaffen. Es ist mir unverständlich, dass die Kirche zur Ausbildung von Erziehern Einrichtungen schaffen „musste“/“dürfte“. Religion ist Privatsache. Vielfalt entsteht nicht durch verschiedene Träger, sondern durch verschiedene Lehrpläne, Lehrmethoden und verschiedene Bildungsansätze. Das kann uns muss eine Staat auch ohne verschiedene Träger leisten. Weltanschaulich gebundene Träger können in der Freizeit „ihr Werk“ vollbringen.

  • Landkreisbewohner

    Wenn Frau Müller, wie sie eingangs selbst schreibt „etwas nicht versteht“ ist es manchmal besser kein Statement zum Sachverhalt abzugeben, anstatt linke Propaganda unreflektiert nachzuplappern.

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