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Einheitsdrang? Einheitszwang? Zur SED-Gründung am Beispiel Thüringen

Im April vor 70 Jahren Vereinten sich in der Sowjetischen Besatzungszone, die Kommunistische Partei Deutschland mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschland zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschland.

Im Gegensatz zu Berlin, wo Abstimmungsergebnisse eine mehrheitliche Ablehnung der Vereinigung dokumentieren, kam der Historiker Steffen Kachel in einer Lokalstudie am Beispiel Thüringen zu anderen Ergebnissen. In Berlin, wo die SPD bereits zu Weimarer Zeiten in der Preußischen Regierung vertreten und die KPD im Landtag in der Opposition aktiv war, existierte ein scharfes Konkurrenzverhältnis beider Parteien. In Thüringen jedoch dominierte Kooperation, es gab mehrfach Anläufe für gemeinsame Regierungsbildungen, wobei 1923 auch kurzfristig eine Koalition zustande kam. Diese Kooperationsbereitschaft habe sich im antifaschistischen Widerstand und auch nach 1945 fortgesetzt und sei erst durch die Stalinisierung der SED 1948 gebrochen worden.

Aus diesen Anlass, veranstaltet der Rosa Luxemburg Club Eisenach, am Dienstag den 19. April um 19:00 Uhr, im Nachbarschaftstreff (Goethestraße 10) eine Diskussionsveranstaltung mit dem Referenten Dr. Steffen Kachel.

Wir möchten hierzu alle interessierte Mitmenschen einladen.

Andrea T. | | Quelle:

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