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Energiespar-Regeln sollten ausgesetzt werden

 Strengere Auflagen würden ab 2016 Flüchtlingskrise weiter verschärfen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte unterstützt den Vorschlag der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, die ab 1. Januar 2016 vorgesehene Energieeinsparverordnung (EnEV) auszusetzen. Mit strengeren energetischen Auflagen würden Baukosten ab dem kommenden Jahr um ca. 7-8 Prozent steigen.

Angesichts der dringend nötigen weiteren Kapazitäten für Flüchtlinge würden wir mit schärferen Auflagen die Krise weiter verschärfen. Deshalb halte ich den Vorschlag Schleswig-Holsteins für richtig, die neuen Regeln für zunächst 3 Jahre auszusetzen. Das gibt uns mehr Luft, die wir dringend brauchen,

so Hirte, der im Haushaltsausschuss für die Union Berichterstatter für den Umwelt-Etat ist.

Aus Sicht Hirtes sei der Neubau von Wohnraum in den kommenden Jahren eines der drängendsten Probleme.

Das haben wir uns alle in den letzten Jahren so nicht vorstellen können. Aber die ohnehin bestehende Wohnungsknappheit etwa in Ballungsräumen trifft jetzt noch auf die Flüchtlingskrise – wir brauchen hunderttausende Wohnungen in den nächsten Jahren. Es ist Zeit, manche Gewissheiten der letzten Jahre zu hinterfragen und auszusetzen. Das ist keine Abkehr vom Klimaschutz, aber wir sollten uns ehrlich eingesetehen, dass wir angesichts der unterschiedlichen Zielkonflikte derzeit nicht alles leisten können. Auch mit den heute bestehenden Standards wird ja bereits sehr umweltgerecht gebaut. Angesichts der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte können wir nicht alle bestehenden Gesetze unangetastet lassen,

erklärte Hirte. Auf Vorschlag der Landesregierung Schleswig-Holstein beraten die Bauminister der Länder am Donnerstag und Freitag u.a., mit welchen Mitteln die Schaffung von Wohnraum in den kommenden Jahren ermöglicht werden kann.

Andrea T. | | Quelle:

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