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FDP erinnerte an Nationalverein

Am 14. August 1859 wurde in Eisenach, im Gasthof «Phantasie» eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. In enger Anlehnung an 1848 wurde die Wahl eines Nationalparlamentes und die Schaffung einer gemeinsamen Regierung unter preußischer Führung gefordert. Damit kam aus Eisenach der wichtigste Impuls für die dann in Frankfurt/Main erfolgte Neuformation der liberalen Nationalbewegung. Diese entwickelte sich schnell zur Massenbewegung.
Vorarbeiten wurden 1858 auf dem Kongress deutscher Volkswirte und im Juli 1859 beim Treffen der Demokraten in Eisenach, sowie beim Treffen der Liberalen in Hannover geleistet. Beide Gruppen trafen sich vor 150 Jahren in Eisenach und verabschiedeten die 2. Eisenacher Erklärung. Der Deutsche Nationalverein wurde am 15./16. September 1859 in Frankfurt/Main gegründet.

An dieses Datum und die Geschehnisse erinnerten nun in Eisenach die FDP-nahe Friedrich-Naumannstiftung für Freiheit und der Verein zur Erhaltung des Eisenacher Südstadtviertels. Zunächst wurde im Mariental an der «Phantasie» eine Tafel enthüllt, die an die Zeit vor 150 Jahren erinnert.
Die Enthüllung nahmen Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung und der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen Stückrad gemeinsam vor.
Der Südstadtverein hat maßgeblich die Aufstellung der Gedenk- und Hinweistafel gefordert.

So ist nun eine weitere Tafel aufgestellt, die auf bedeutsame Dinge im Mariental hinweist, so u.a. das Rosenwunder, der «M» Maria Pawlowna und nun der Hinweis zum Deutschen Nationalverein.

Prof. Stückrad verwies im Gespräch mit Dr. Gerhardt auf den desolaten Zustand der einstigen Ausflugsgaststätte «Phantasie».

Nach der Enthüllung der Tafel gab es in der Eisenacher Wandelhalle eine Festveranstaltung zum 150. Jahrestag der Gründung des Deutschen Nationalvereines.
Es sprachen Oberbürgermeister Matthais Doht, Dr. Wolfgang Gerhardt sowie Dr. Reinhold Brunner (Vorsitzender des Eisenacher Geschichtsvereines) und Dr. Jürgen Fröhlich von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Archiv des Liberalismus.

Doht übergab der Eisenacher FDP ein Dokument, das zum 50. Gründungstag des Nationalvereines 1909 gedruckt wurde.

Dr. Wolfgang Gerhardt betonte, er sei von der historischen Stätte der Versammlungen sichtlich beeindruckt und überlege, wie man diese historische Stätte unterstützen und erhalten könne.

Die musikalische Umrahmung gestalteten Schüler der Musikschule Johann-Sebastian-Bach.

Prof. Stückrad, Dr. Gerhardt und Thürigens FDP-Chef Uwe Barth (v.l.n.r.)

Rainer Beichler |

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