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Festakt zum Tag der Deutschen Einheit auf Point Alpha

Im Vorfeld des Tags der Deutschen Einheit findet am Sonntag, den 2. Oktober, ein Festakt zur Würdigung der deutschen Wiedervereinigung auf Point Alpha statt. Zudem wird mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Zwangsaussiedlungen vor 50 Jahren gedacht.

Um die Erinnerungen an die Opfer der DDR-Diktatur aufrechtzuerhalten, wird ein Gedenkkranz der Thüringer Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) niedergelegt. «Im Herbst 1989 kämpften die Bürgerinnen und Bürger der DDR für eine Gesellschaft, in der die Unantastbarkeit der Würde des Menschen ohne Einschränkungen gelten sollte. Demokratie und Freiheit selbst erstritten zu haben, diese politische Erfahrung ist etwas außerordentlich Kostbares, gerade weil unser Land eine so lange Tradition der Unterdrückung und Unfreiheit kennt. Deshalb ist der Wille zu Freiheit, Demokratie und politischer Mitverantwortung das wichtigste Erbe der friedlichen Revolution», sagte Landtagspräsidentin Birgit Diezel mit Blick auf den Festakt.

Zeit: Sonntag, 2. Oktober 2011, 15.30 Uhr

Ort: Rasdorf, Gedenkstätte Point Alpha, US Camp, Hummelsberg 1

«Gleichzeitig gedenken wir am 3. Oktober der Menschen, die vor 50 Jahren ihre Heimat verloren haben», so Frau Diezel weiter. «Denn in diesem Jahr jährt sich am Tag der Deutschen Einheit die zweite Zwangsumsiedlungswelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze von 1961. Binnen weniger Stunden verloren damals ganze Familien ihren Besitz und ihre Heimat. Das leidvolle Schicksal der Zwangsausgesiedelten darf nicht in Vergessenheit geraten. Mit der Gedenkstätte Point Alpha wird allen Opfern der DDR-Diktatur gedacht und ihnen ein würdiges Denkmal gesetzt.»

Am 3. Oktober 1961 wurden 3175 Menschen, die im Grenzgebiet der DDR lebten und als ‚politisch unzuverlässig’ eingestuft worden in einer lange geplanten Umsiedlungsaktion ihrer Heimat entrissen, enteignet und ins Landesinnere der DDR umgesiedelt.

Am Vormittag (10.00 Uhr) des 2. Oktobers findet in der Gedenkstätte ein ökumenischer Gedenkgottesdienst zu Ehren der Opfer der Zwangsaussiedlung statt.

Rainer Beichler | | Quelle:

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