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Frauenpolitikerin gegen Kriminalisierung ostdeutscher Frauen

Als «diskriminierend» bezeichnet Katja Wolf, Sprecherin für Frauenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, die Äußerungen von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer zu den Ursachen von Kindstötungen.

«Mit solcher Kriminalisierung ostdeutscher Frauen disqualifiziert sich Herr Böhmer selbst», sagt die Frauenpolitikerin aus Eisenach. Der CDU-Ministerpräsident blende offenbar die Lebenswirklichkeit speziell ostdeutscher Frauen aus und verschließe die Augen vor aktuellen Problemen, wie dauerhafte Arbeitslosigkeit, Einkommen auf Armuts- und Almosenniveau und Perspektivlosigkeit. «Eine sozial gerechte und auf das Wohl der Kinder und Eltern ausgerichtete Politik verlangt nach existenzsichernden Arbeitsplätzen, armutsfesten Familieneinkommen und umfassender Kinderbetreuung», unterstreicht Katja Wolf.
Das Selbstbestimmungsrecht der Frauen in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche gegen Kindstötung auszuspielen, sei nicht nur «politisch vollkommen verfehlt, sondern auch menschlich verwerflich», so Wolf abschließend.

Rainer Beichler | | Quelle:

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