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Gedanken auf der Wartburg – Egon Bahr spricht

„Zum deutschen Nationalstaat im neuen Jahrtausend“ – So lautet das Thema des nächsten Vortrags der Reihe „Gedanken auf der Wartburg“. Egon Bahr wird am Montag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr im Festsaal des Palas auf der Wartburg darüber sprechen.

Eintrittskarten sind für den Preis von 12 Euro (1. Kategorie), von 9 Euro (2. Preiskategorie) und von 6 Euro (ermäßigt für Schüler) erhältlich. Weitere Informationen gibt es bei der Wartburg-Stiftung unter 03691/250202 oder beim Kulturamt der Stadt unter 03691/670410. Dort ist auch die Reservierung von Karten möglich.

Egon Bahr, gebürtiger Treffurter, arbeitete Mitte des 20. Jahrhunderts als Journalist bei Presse und Fernsehen. Unter anderem war er als Redakteur bei der Berliner Zeitung, als Korrespondent des „Tagesspiegel“ in Bonn und Hamburg sowie als Leiter des Bonner RIAS-Büros tätig.
Während seiner politischen Laufbahn und seiner Kameradschaft zu Willy Brandt prägte Egon Bahr die deutsche Politik. Bereits als Leiter des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin beriet er den West-Berliner Bürgermeister Willy Brandt in Fragen der Außenpolitik. In der sozial-liberalen Koalition unter Willy Brandt wurde Egon Bahr schließlich von 1974 bis 1976 zum Bundesminister für besondere Aufgaben ernannt. Er fungierte als ständiger Berater des Bundeskanzlers in Fragen der Ost- und Deutschlandpolitik. In der Zeit von 1972 bis 1990 war er Mitglied des Bundestages. Er unterzeichnete unter anderem das Transitabkommen (1971) und den Grundlagenvertrag (1972). Als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit engagierte sich Egon Bahr für die weltweite Friedenspolitik. Er formulierte Vorbehalte gegen den NATO-Doppelbeschluss. Egon Bahr forderte die Beschränkung der Atomwaffen auf das Gebiet ihrer Besitzerstaaten. So wollte er eine gleiche Verteilung konventioneller Waffen in Europa erreichen. Zudem war Egon Bahr als Direktor des Instituts für Friedensforschung an der Universität Hamburg, als Mitglied einer internationalen Abrüstungskommission unter dem schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme sowie als Berater des DDR-Abrüstungs- und Verteidigungsministers Rainer Eppelmann tätig. Zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl kandidierte Egon Bahr nicht mehr.

Der Vortrag wird von dem Nürnberger Kulturhistoriker Hermann Glaser eröffnet.
Die Vortragsreihe „Gedanken auf der Wartburg“ ist eine Initiative des Eisenacher Kulturkreises, der Wartburg-Stiftung und des Kulturamtes der Stadt Eisenach.

Rainer Beichler | | Quelle:

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