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Gedenken zur Pogromnacht

In Erinnerung an die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung am 9. November 1938 wurden von der Stadt Eisenach, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Evangelisch-Lutherische und die katholische Kirche sowie das Eisenacher »Bündnisses gegen Rechts” zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung eingeladen.

Begonnen hatte die Veranstaltung in der Eisenacher Bahnhofshalle, an der Tafel, die an die Deportation der Juden erinnert.

Dort sprach Sigurd Hoppe, Vertreter des DGB, Worte des Gedenkens und ein Vertreter der katholischen Kirche ein Gebet. Schüler der Goetheschule Eisenach umrahmten mit Liedern die Veranstaltung.

Im Anschluss begann ein gemeinsamer Gang der gut 200 Teilnehmer über die Gabelsberger Straße und Schillerstraße zur Turnhalle an der Goethestraße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Synagogen-Gedenkstätte.
Die Turnhalle wurde gewählt, da an dieser Stelle die Eisenacher Juden am 9. November 1938 zusammengetrieben und in die Konzentrationslager deportiert wurden.

In der Turnhalle ergriffen Oberbürgermeister Matthias Doht und Superintendentin Martina Berlich das Wort. Durch den Kunstverein Eisenach gab es Lesungen von Dokumenten der Zeitgeschichte und über Zeitzeugen wurde berichtet.
OB Doht sagte, dass der 9. November sehr bedeutsam für die Deutschen sei. «Gedenken heißt auch Erinnerung». Es gehe darum die Opfer nicht zu vergessen.
Bilder von der Zerstörung der Eisenacher Synagoge und der Deportation waren zu sehen.
Mit große Aufmerksamkeit hörten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung den Worten von Avital Ben Chorin. Sie besuchte Eisenach am 8. und 9. November. Die als Erika Fackenheim 1923 geborene Eisenacherin heiratete in Israel den berühmten Religionsphilosophen Shalom Ben Chorin. Sie setzt sich insbesondere für die jüdisch-christliche Verständigung ein.

Die Besucherinnen und Besucher der Gedenkveranstaltung gingen zur ehemaligen Synagoge, legten Gebinde und Blumen nieder.

Gedenken am Bahnhof

Rainer Beichler |

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