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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der Eisenacher Stadtrat gedachte zu Beginn seiner Sitzung am 27. Januar mit einer Schweigeminute den Opfern des Nationalsozialismus.
Der 27. Januar ist in Deutschland der Tag des Gedenkens für alle Opfer des Nationalsozialismus. Vor 56 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Seit fünf Jahren wird an diesem Tag der Opfer des Nationalismus gedacht. Dieser junge Gedenktag wurde auf Initiative von Bundespräsident Roman Herzog eingeführt.

Eisenachs Oberbürgermeister Gerhard Schneider erinnerte daran, dass die Ereignisse von damals immer wach zu halten seien. In Eisenach gebe es vielfältige Aktivitäten. Er nannte dabei die Begegnungswochen mit ehemaligen jüdischen Bürgern aus Eisenach, das Treffen der Enkel, das Gedenken am 9. November und die Gedenktafeln.
Vor wenigen Tagen wurde an den Kinderarzt Dr. Siegfried Wolff mit einer Namensgebung erinnert. Er wurde im Oktober 1944 in Auschwitz ermordet.

Der Thüringer Landtag gedachte ebenfalls der Opfer. Dr. Bernhard Vogel: «Als die Lager befreit wurden, waren die Leiden der Häftlinge, die das Grauen überlebt haben, aber noch keineswegs zu Ende. Das Lager konnten sie zwar verlassen. Aber das Lager selbst hat sie niemals verlassen. Die Schrecken der Vergangenheit prägen ihr Leben bis in die Gegenwart. Sie bleiben ständige Begleiter. Auch das – meine ich – dürfen wir an einem solchen Tag wie heute nicht vergessen.»

«Man ist nicht nur verantwortlich für das, was man tut, sondern auch für das, was man geschehen lässt. Wer es zulässt, dass anderen die Freiheit geraubt wird, der verliert am Ende die eigene Freiheit. Wer es zulässt, dass anderen die Würde genommen wird, der verliert am Ende die eigene Würde», so Roman Herzog einst zu diesem Gedenktag.

Rainer Beichler |

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