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 | Bildquelle: René Meyer - Wartburg Entertainment

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Bildquelle: René Meyer - Wartburg Entertainment

Gemeinsam für ihre Gemeinde

Es ist 20:00 Uhr am Freitagabend, bis auf den letzten Stuhl ist der kleine Versammlungsraum in der Gaststätte «Bamberger Hof» in Wutha-Farnroda gefüllt.
Rund 30 Leute sitzen an einer langen Tafel. Vor ihnen ein Papier, auf welchem in großen Lettern das Wort «Satzung» zu lesen ist.

Dann erhebt sich eine Stimme aus dem bisherigen Gemurmel. «Wir haben uns heute hier getroffen, weil wir nicht einverstanden mit dem sind, was derzeit im Gemeinderat passiert und weil wir der Meinung sind, dass es an der Zeit für frischen Wind ist», sagt sie.

Die Stimme gehört zu Martin Valley. Zusammen mit Enrico Gruhl hat der junge Mann engagierte Bürger aus allen Ortsteilen der Gemeinde eingeladen, um mit ihnen etwas in der Kommunalpolitik zu bewegen.
In einem kurzen Statement erklärt Valley das Anliegen dieser Versammlung:»Wir wollen ab sofort etwas im Miteinander ändern. Wir haben uns nicht aus Protest zusammengefunden, sondern weil wir im Moment der Meinung sind, dass unsere Vorstellung von Gemeinderatsarbeit und die momentane Realität stark differenzieren. Damit wir dieser Auffassung, die auch viele andere Bürger teilen, entgegenwirken können, haben wir uns hier getroffen, um eine freie und unabhängige Wählergemeinschaft zu gründen.»

Nachdem auch einige andere der rund 30 Versammelten zu Wort gekommen sind, wird auch recht schnell ein Name für die neue Gruppierung in der Kommunalpolitik der Gemeinde gefunden. Aus rund 25 verschiedenen Vorschlägen geht «Bündnis Wutha-Farnroda» (BWF) hervor.

Auch ein Vorstand wird von den 24 Gründungsmitgliedern sogleich gewählt. «Damit haben wir, so denke ich, eine gute Grundlage für eine verständlichere und gemeinsamer Kommunalpolitik in unserem Ort geschaffen,», erklärt Martin Valley, welcher den Vorsitz der neuen Wählergemeinschaft, deren Hauptziele vor allem im ortsteilübergreifendem Charakter und in der transparenten Arbeit liegen, inne hat.

Doch nicht nur auf Gemeinderatsarbeit wollen die Mitglieder des Bündnisses in Zukunft hinaus. «Vor allem sehen wir uns als eine Basisplattform in unserer Gemeinde. Hier kann jeder mitmachen und wir freuen uns über jede kreative Idee von außen», erklärt die 1. Stellvertretende Vorsitzende des BWF, Franziska Almeroth.

Dass diese Aussage dabei in keinem Fall ohne Hintergrund ist, davon überzeugt ein Blick in den Terminkalender der neugegründeten Wählvereinigung. Denn schon in diesem Jahr will das Bündnis in seiner Heimatgemeinde für den Gemeinderat antreten. Mitte diesen Monats sollen dafür die Kandidaten aufgestellt werden. «Das ist zwar alles recht kurzfristig, aber wir haben so die Möglichkeit, auch in naher Zukunft etwas in der Politik der Gemeinde zu verändern», berichtete Valley.

Paul-Philipp Braun |

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