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Grußwort des Oberbürgermeisters zum neuen Jahr 2008

Oberbürgermeister Matthias Doht richtet sich mit seinem Grußwort zum Jahr 2008 an die Bürgerinnen und Bürger des Wartburgstadt Eisenach:
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Wartburgstadt Eisenach!

Vielleicht geht es Ihnen in diesen Tagen um Weihnachten und den Jahreswechsel auch so: Man hat bisweilen das Gefühl, die Wochen und Monate ziehen von Jahr zu Jahr schneller vorbei, man denkt aber auch zurück an Ereignisse und Entwicklungen des ablaufenden Jahres. Beim Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt sich für uns in Eisenach, dass unsere heutige Situation besser ist als angesichts der Finanzsituation erwartet wurde. Wir hatten ein sehr erfolgreiches Jahr 2007 und sind gut vorangekommen. Es ist kein Jammern, wenn wir zwar weiterhin darauf hinweisen müssen, dass die Finanzkrise der deutschen Kommunen und auch der Stadt Eisenach keineswegs überwunden ist. Manches Notwendige und Wünschenswerte kann nicht sofort umgesetzt werden. Es ist aber gewiss auch kein Schönreden, wenn wir mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte und zugleich optimistisch nach vorne blicken.

Es ist eine gute Tradition beim Jahreswechsel innezuhalten, um die aktuelle Lage zu reflektieren und einen Ausblick für das neue Jahr zu wagen. So will ich es auch in diesem Jahr halten.
Alles in allem war das ablaufende Jahr für die Stadt Eisenach ein gutes Jahr. Trotz der unvermindert schwierigen finanziellen Situation ist es uns gelungen, unsere Stadt weiter voran zu bringen. Viele Projekte konnten abgeschlossen werden, wie der Neubau der Julius-Lippold-Straße oder die Fertigstellung der Stützmauer in der Fritz-Koch-Straße. Weitergearbeitet wurde an den Planungen für die Adam-Opel-Straße, die Hörselbrücke und die Behelfsbrücke in der Friedrich-Naumann-Straße.

Um den Einkaufsstandort Eisenach zu stärken, ist das Projekt „Tor zur Stadt“ weiter entwickelt worden, bei dem wir uns derzeit in der Planauslegungsphase befinden. Das Projekt ist wichtig, um die hohe Kaufkraft am Ort zu binden und den Standort Eisenach attraktiver zu machen. Gleichzeitig wurde ein Parkraumkonzept aufgestellt, dass in den nächsten Jahren realisiert wird.
Unser besonderes Augenmerk galt den Kindern und Jugendlichen. Die Stadtjugendtage, die Jugendmesse, die Kinderkulturnacht, die Kinder- und Jugendschutzwoche sowie die Kinderschutzfachtagung waren wieder große Ereignisse für und zum Wohle unsere Kinder. Die erfolgreiche Gestaltung dieser Highlights war nur durch die effektive Zusammenarbeit, die gleichberechtigte Kooperation und der Unterstützung von Stadtverwaltung Eisenach, freien Trägern der Jugendarbeit, Vereinen, Initiativen und ehrenamtlichen Akteuren möglich. Der erste Platz im Familienatlas der Bundesregierung in der Kategorie „Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche“ sowie die sehr guten
Platzierungen in den Kategorien „Bildung/Ausbildung“ sowie „Zukunftschancen“ hat mich deshalb noch mehr gefreut als die guten Plazierungen von Eisenach beim Zukunftsatlas, oder die Tatsache, dass die Stadt Eisenach Spitzenreiter beim Industrieumsatz in Thüringen ist.

Eisenach als Wirtschaftsstandort hat sich im letzen Jahr sehr gut entwickelt: die Zahl der Arbeitslosen sinkt stetig, viele Unternehmen investieren hier am Standort. Es gibt eine hohe Nachfrage nach Fachkräften im Automobilbau. Als Oberbürgermeister setzte ich mich für größere Gebietsstrukturen in Thüringen ein und habe zusammen mit den Oberbürgermeistern aus Erfurt, Jena, Leipzig und Dresden in der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland die mitteldeutsche Metropolregion ins Leben gerufen sowie Vermarktungsstrategien entwickelt. Eisenach ist der Wirtschaftsstandort in Thüringen und hat eine große Ausstrahlung auf alle angrenzenden Landkreise in Thüringen und Hessen.
Automobilbau wird aber nicht nur aktuell erfolgreich betrieben, sondern unsere Museum awe zeigt auch Traditionen auf. Mit der Umsetzung der Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse sowie den neuen Exponaten (ein Dixi der 40 Jahre in Uruguay eingemauert war und ein Flugzeugmotor) wird das Museum weiter gestärkt. Aber auch die anderen Teile des Thüringer Museums wurden im letzten Jahr aufgewertet. Das Schloß bekam eine neue Fassade und wird in 2008 mit neuen Ausstellungsräumen glänzen. Die Predigerkirche ist noch vor der Landesausstellung umfangreich saniert worden und zudem bekam die Stadt eine umfangreiche Richard Wagner Sammlung, die auch im nächsten Jahr in neue Räume kommen wird.
Besondere Projekte waren die Erarbeitung des Bürgerhaushaltes und des Stadtleitbildes. Damit wurde ein neues Kapitel der Bürgerbeteiligung aufgeschlagen, weil alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit hatten, sich einzubringen. Unser neuer Stadtslogan ist „Eisenach -die Wartburgstadt“.
Auch aus der Stadtverwaltung gibt es Neues zu berichten: Wir werden uns als wirtschaftsfreundlich lizenzieren bzw. zertifizieren lassen und so als moderner Dienstleister glänzen.

Unsere Aufmerksamkeit und Fürsorge gilt aber ebenso den älteren Menschen in Eisenach. Mit dem Bau alters- und behinderten gerechten Wohnungen in der Schmelzerstraße und bald am Lutherplatz wollen wir ein Zeichen setzen. Wir ermöglichen auch in Neubaugebieten verstärkt neue Wohnformen, die auf die speziellen Belange der Älteren abzielen und die Stadt den Anforderungen des demographischen Wandels anpassen.
In Eisenach sind wir hervorragend aufgestellt und im letzten Jahr hatten wir viele Gelegenheiten dies zu zeigen. Von den Großereignissen aus 2007 bleiben sicherlich der Thüringentag, die Landesausstellung, der Sommergewinn, das Elisabeth-Musical und der Landeskirchentag im Gedächtnis. Auch das Lutherfest, das Sängerkriegsfestival und die Wartburgrallye waren gelungene und wichtige Ereignisse, die den guten Namen Eisenachs weit über die Stadtgrenzen hinaus getragen haben.
Mit dem neuen Sport- und Freizeitbad „aquaplex“, wo im letzten Jahr der neue, sehr schöne und besonders gelungene Saunabereich sowie das Hallenbad fertig gestellt wurden, ist Eisenach um eine Perle reicher geworden.
Und ich freue mich über viele weitere, große und kleine Erfolge des vergangenen Jahres. Ich weiß, dass diese Fortschritte, die Eisenach noch lebenswerter machen, in hohem Maße den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung zu verdanken sind, denen ich für ihren Einsatz Dank sagen möchte.

Gefreut hat mich auch, dass der gemeinsam von Stadt, Caritasverband, Diakonie und Vereinen getragene Impuls für mehr ehrenamtliches Engagement Früchte getragen hat. So konnten über die seit langem vorbildliche Arbeit in den Vereinen hinaus neue Engagementformen etabliert werden. Dazu gehört auch der Einsatz für Demokratie und Menschenwürde. Mit Wutha-Farnroda zusammen sind wir das Bundesprogramm „Jugend für Demokratie, Vielfalt und Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ aufgenommen worden, so dass wir viele zusätzliche und nachhaltige Projekte realisieren können. Eisenach ist eine weltoffene Stadt, in der viele Menschen ihren Platz haben. Deswegen freut es mich, dass sich so viele Bürger engagieren und auch das Bündnis gegen Rechtsextremismus so erfolgreich arbeitet.
Aber auch im neuen Jahr wird die Arbeit durch knappe finanzielle Mittel geprägt sein. Das erfordert zum einen, Prioritäten zu setzen und zum anderen, sich auch auf eigene Tugenden zu besinnen. Das muss uns aber nicht bange machen. Viele Leistungen, die heute vom Staat erbracht werden, wurden früher ganz selbstverständlich von den Bürgerinnen und Bürgern geleistet. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass durch das Zusammenrücken mehr soziale Wärme entsteht.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die sich im Jahr 2007 für unsere Stadt und ihre Bürgerschaft eingesetzt haben: den Stadträten, Ortsbürgermeistern und den Kirchen, Hilfs- und Rettungsorganisationen, den Parteien und Wählervereinigungen, den Vereinen, Verbänden sowie allen ehrenamtlich Tätigen – auch und besonders denjenigen, die sich fernab von der Öffentlichkeit im privaten Kreis um ihre Angehörigen kümmern.
Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam für unsere Stadt arbeiten. Es erwarten uns große Herausforderungen und zusätzliche Aufgaben. Zum Wohle unserer Stadt sollten wir gemeinsam Eisenach als tolerante, weltoffene Kulturstadt präsentieren.

Ich wünsche allen Eisenacherinnen und Eisenachern frohe und gesegnete Weihnachten, erholsame Feiertage sowie ein erfolgreiches, friedliches und gesundes neues Jahr 2008!

Ihr

Matthias Doht
Oberbürgermeister

Rainer Beichler | | Quelle:

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