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 | Bildquelle: Büro Hirte

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Bildquelle: Büro Hirte

Hirte: „Die Marke ,Kur‘ sollte neu belebt werden und eine breitere Zielgruppe ansprechen.“

Gemeinsam mit der Celenus Rehaklinik an der Salza in Bad Langensalza lud der Westthüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte am Mittwoch, 23. März 2016 zu einem Fachgespräch zum Thema Kur- und Gesundheitstourismus ein. Neben Heike Brehmer, Vorsitzende des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages, konnte Hirte zahlreiche Vertreter aus Klinik- und Kurbetrieben aus verschiedenen Kurorten Thüringens sowie den tourismuspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Andreas Bühl begrüßen.

Im Gespräch zeigte sich, dass der Begriff „Kur“ von den Teilnehmer sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Von der Idee, den Begriff neu zu definieren, damit auch neu zu beleben und mit neuen Erwartungen zu füllen, waren alle Diskussionspartner angetan. Diese Aufgabe wird aktuell durch den Deutschen Heilbäderverband e.V. übernommen, der eine eigene Arbeitsgruppe zur Begriffsdefinition gegründet hat. Damit soll das Kurangebot deutlich wahrnehmbarer als bisher als Qualitätsprodukt zur Gesundheitsvorsorge etabliert werden. Das angestaubte Image der Erholung für Ältere ist dabei nicht hilfreich.

„Jeder Einzelne ist sich seiner Gesundheit heute viel stärker bewusst und bereit, neben Zeit auch Geld zur Vorsorge einzusetzen. Den Gesundheitstourismus mit den Kurorten zu verknüpfen, erscheint als lohnenswertes Ziel. Die Politik ist aber nicht in der Position, die Marke „Kur“ zu etablieren, hier müssen die Akteure selbst aktiv werden“, fasste Christian Hirte zusammen. Damit die Bemühungen von Erfolg gekrönt sein können, mahnten die Vertreter aus den Kurorten die bessere Vermarktung im Bereich Gesundheitstourismus an.

Der Titel „Kurort“ beinhaltet für die Zertifizierung und Aufrechterhaltung dieses Status immense Leistungen durch die jeweilige Kommune. Die erforderliche Infrastruktur an Gebäuden und auch an Personal ist kostenintensiv. Am Beispiel des Badearztes zeigen sich die hohen Anforderungen. Neben dem zeitlichen Aufwand einer zweijährigen Ausbildung ist der Kostenfaktor für diese Weiterbildung nicht zu unterschätzen. Die beiden Bundespolitiker nahmen die Anregung zu einer möglichen Vereinfachung mit auf den Weg nach Berlin. Insgesamt zeigte sich: Der Titel „Kurort“ allein generiert noch keinen erfolgreichen Tourismus, unterstützt aber bei den Bemühungen.

Steffen E. | | Quelle:

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