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 | Bildquelle: © Büro Raymond Walk

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Bildquelle: © Büro Raymond Walk

Junge Familien kehren zurück: Unterellen wächst wieder

Walk zu Vor-Ort-Termin bei Bürgermeisterin Rimbach

Eine positive Bilanz der vergangen Jahre zog Unterellens Bürgermeisterin Annemarie Rimbach kürzlich. Rimbach hatte sich zu einem Arbeitsgespräch mit dem Westthüringer Landtagsabgeordneten Raymond Walk (CDU) getroffen und hatte dabei viel Positives zu berichten.

So wird Unterellen in absehbarer Zeit an das Kanalnetz des Trink- und Abwasserverbands Eisenach-Erbstromtal (TAVEE) angeschlossen und kann damit die jahrzehntelange Nutzung von Kleinkläranlagen der Vergangenheit angehören lassen. Auch die Zahl der Einwohner des Gerstunger Ortsteils ist seit einigen Jahren von einer erfreulichen Entwicklung gezeichnet:

Es sind mehr und mehr junge Familien, die sich in unserem Ort wieder ansiedeln, freute sich Rimbach im Gespräch mit dem zuständigen Abgeordneten.

Auch ein reges Vereinsleben kennzeichne Unterellen und trüge somit für einen lebenswerten Ort bei.

Für Raymond Walk ist Unterellen damit ein gutes Beispiel für den von seiner Partei schon lange geforderten und auch geförderten „lebenswerten ländlichen Raum“.

Nur wenn wir Dörfer haben, in denen sich gut und gern leben lässt, so hat die ländlich geprägte Region Thüringens eine Zukunft. Die Ansiedelung von Industrie und Wirtschaftsunternehmen gelingt nur da, wo Menschen sich wohlfühlen und auch gern wohnen, so der Abgeordnete.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    Ja, da stimme ich Frau Rimbach zu. Aber sie hätte auch dem Abgeordneten erklären müssen das die soziale Lage im Eltetal eine reale Katastrophe ist. Wer dort lebt und bis zum Lebensende nicht in der Lage ist ein Fahrzeug zu führen, soweit es sich der Bürger auch im Alter noch leisten kann, hat verdammt schlechte Karten. Der Anschluss an das Kanalnetz wurde vom Bund einst gefordert als die Region noch dicht bevölkert war, nun überfordert dieser Beschluss nicht wenige Bürger Finanziell, denn für jeden Haushalt geht es hier um Tausende von Euros. Aber Richtig- die Bürger bemühen sich, was den Bundespräsidenten in seiner Ansprache die Worte entlockte – Bürger haltet durch. Das Problem ist also erkannt, aber jede Wette – eine Änderung kommt nicht weil die Steuerlichen Einnahmen durch eine Veränderung der Gesetze ab 1991 keinen Euro mehr für das Lebenswichtige zur Verfügung hat. Ich bin mir nicht sicher ob es in so einer angespannten Lage Sinnvoll ist diese enorme Belastung auf Renten und Minilöhne dies als Erfolg zu bezeichnen. Aber ja, es bleibt Betrachtungsweise und Frau Rimbach müht sich mit Sicherheit sehr um ihren Ort. Sie wird es auch sicher sehr bedauert haben das die Anlage zur Haltung von Rindern zur Milcherzeugung ihre Türen schließen musste.

    • vigilando ascendimus

      Für alle Zonen-Nostalgiker: Unterellen war bis zum 09.11.1989 GRENZGEBIET!!! Selbst dorthin kam man damals als normaler Zoni nicht ohne Weiteres hin!!!

      Wie glücklich sollten wir doch heute über die Entwicklung in den letzten 28 Jahre sein!!!

      • Felix Berg

        Aber schauen Sie, noch nie in der Geschichte hat es gegeben das kleine Orte derart platt gemacht wurden, das gab es noch nicht einmal in der Zone, aber vielleicht leben Sie in dem Glauben, das die ab 1989 erlaubten Besucher nun alles mitbringen, von der Wurst angefangen bis zum Nachthemd. Ich bin mir nicht sicher ob Alte Bürger darüber glücklich sind um alles betteln zu müssen oder ob das nicht der Grund ist warum es die Jungen wieder zurück zu ihren „Alten“ zieht weil sie das Drama nicht mehr mit ansehen können. Allerdings müssen die Jungen dafür in kauf nehmen wenn sie zurück kommen in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu landen, ob die darüber auch sonderlich Glücklich sind, da habe ich auch so meine Zweifel, denn mit diesem Schritt machen sie sich zu den Mülleimerrentnern von morgen. Bis Dato gibt es in den neuen Ländern nur sehr wenige Bereiche mit wenigen Bürgern für die sich das nach 89 gerechnet hat, Dörfer gehören nicht dazu, die bunte Farbenbracht haben die Bürger selber bezahlt- in der Regel mit den Sparsummen aus der Zeit vor 89. Eisenach kann man allerdings auch nicht als Gewinner bezeichnen, ein blick in jede Nebenstraße reicht, für die i Tüpfelchen hat sie eine enorme Schuldenlast wie sie die Stadt noch nicht erlebt hat.

  • Jakob

    Na wenn man hart im Nehmen ist kann man die Verhältnisse durchaus als lebenswert empfinden. Morgens, mittags oder abends mit dem Bus nach Eisenach (Rückfahrt ungewiss), demnächst die Sickergrube nicht mehr leeren müssen, freie Wahl zwischen Gesangs- oder Sportverein (Fußball oder Gymnastik), Fernsehempfang, sehr komfortabel alles (habe ich was vergessen?). Und wenn man sich als Familie auch noch einen Chauffeur anstellt, kommt man ganz gut klar (und die Kinder zur Musikschule, ins Schwimmbad, zur Nachhilfe, zu Freunden oder sonst in die Zivilisation). Das beste Argument um dort hinzuziehen dürften die Baulandpreise sein (doch mancher vergisst in der Kalkulation, dass eine Immobilie im Wald kaum wieder verkäuflich ist). Und wer braucht schon Geschäfte, Cafes, einen Fernbahnhof, Schulen jeglichen Typs, Bibliothek, Volkshochschule, Theater, Ärzte, Krankenhaus, Amtsstuben, altersgerechte Wohnungen, Pflegeheime, die Wartburg … . Würde Eisenach anfangen (können), diese jungen Familien in die Stadt zu locken, z.B. durch vergünstigtes Bauland, ach wie würden die Steuern da sprudeln …

  • Manfred

    Der Anschluss an den ÖPNV sieht in den Ortsteilen von Eisenach auch nicht so rosig aus…. trotz „Stadtstatus“

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