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Keine Politikspiele für die Zukunft der Kultur in der Wartburgregion

Die Landtags- und Kreistagsabgeordnete der LINKEN Anja Müller wirbt für verantwortungsvolles politisches Handeln in der Diskussion um die Zukunft des Landestheaters Eisenach und die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.

Anja Müller kritisiert die aktuellen Wortmeldungen des CDU-Kreisvorsitzenden Christian Hirte, der vom Thüringer Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff eine Bestandsgarantie für eine zukünftige Wartburgregion fordert und gleichzeitig mit Nichtzustimmung seiner Kreistagsfraktion zu den vorliegenden Finanzierungsverträgen für das Landestheater Eisenach und die Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach droht.

In dem Zusammenhang Hoff Erpressung vorzuwerfen ist absurd, so Müller.

Der Thüringer Kulturminister hatte mit einem Schreiben an den Kreistag des Wartburgkreises um Zustimmung für die vorliegenden Finanzierungsverträge und damit für die Sicherung der Arbeitsplätze von knapp 100 Künstlern und Mitarbeitern des Landestheaters Eisenach und der Thüringen-Philharmonie geworben.

Hoff hat hier nichts anders als seinen Job getan und den hat er gut gemacht, so Anja Müller. Er hat gemeinsam mit dem Landkreisamt und der Stadt Eisenach in den letzten 12 Monaten um ein nachhaltiges Konzept für Theater und Philharmonie gerungen. Im Ergebnis entstanden die vorliegenden Finanzierungsverträge, die beiden Einrichtungen eine Zukunft sichern.

Dass diese Ergebnisse einer konstruktiven Arbeit auch über viele Parteigrenzen hinweg jetzt von Hirte und der CDU-Kreistagsfraktion mit der Forderung nach einer Bestandsgarantie des Landes für eine Wartburgregion im Zuge der Kommunal- und Gebietsreform in Frage gestellt werden,

ist ein Schlag gegen all die, die sich hier in der Region für Kultur einsetzen, so Müller. Dies ist die eigentliche Erpressung und nicht die verantwortungsvolle Arbeit des Thüringer Kulturministers.

Mit seiner Bitte um Zustimmung zu den vorliegenden Verträgen beweist der Kulturminister auch nicht, wie unterstellt, Unkenntnis bei der kommunalen Selbstverwaltung, sondern er kommt vielmehr seiner Sorgfaltspflicht gegenüber der Kulturlandschaft Thüringens nach. Dies tut er genauso wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte, wenn dieser die Bundesregierung bei anderen Themen wie dem Erhalt der Industriestandorte im Wartburgkreis um Mithilfe bittet oder sich für den Landkreis in Berlin politisch engagiert.

Das gleiche Engagement und keine taktischen Politikspielchen erwarte ich von Christian Hirte am 7. September, wenn der Kreistag über die Zukunft des Landestheaters und der Thüringen Philharmonie entscheidet, so Anja Müller abschließend. Dies ist er, dies sind wir Kreistagsabgeordnete den Menschen hier im Landkreis schuldig, dafür wurden wir gewählt. Deswegen bitte ich auch Christian Hirte nachdrücklich darum, dass wir den eingeschlagenen Weg für eine Zukunft der Kultur im Wartburgkreis jetzt nicht verlassen für ein Thema, was an anderer Stelle ebenso verantwortlich und gründlich zu beraten und entscheiden ist.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Wähler

    Die Kreis-CDU spielt verantwortungslos Va Banque. Und kann dabei nur verlieren. Sie verzockt die Existenz von 100 Theatermitarbeitern in einem Spiel, das nicht funktionieren kann. Gleichzeitig präsentiert sich Herr Hirte bei der Wirtschaft als der Retter des Erbschaftsteuerprivilegs. Arme Künstler auf die Straße setzen und reiche Unternehmer bei der Besteuerung aussparen. Merkt euch das bis zur nächsten Wahl, Wartburgkreisbürger.

  • PD

    Welches Demokratieverständnis hat eigentlich ein Herr Hirte, wenn er von einem Minister fordert, der demokratischen Entscheidungskompetenz des Landesparlaments eigenmächtig vorzugreifen? Und wie könnte dieser das tun, selbst wenn er wollte?

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