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Kundgebung gegen Salzeinleitung in der Werra

Knapp 400 Menschen kamen am 1. Mai zu einer Kundgebung nach Gerstungen, hier ging es jedoch nicht um die Themen der Maiveranstaltungen der Gewerkschaft, sondern um die Versalzung von Werra und Weser.
Am 1. Mai ist das Anpaddeln auf vielen Flüssen geplant, so auch auf der Werra.
Und der Vereinsvorsitzende des Kanu-Club Rennsteig e.V. Hörschel/Werra brachte es auf den Punkt. «Die Werra ist unsere Sportanlage, die immer mehr mit Salz verunreinigt wird. Keiner würde auf die Idee kommen das Stadion der Bayern in München mit Müll zuzuschütten.»
Zahlreiche Redner wandten sich gegen die Politik von Kali+Salz, verlässliche Entsorgungskonzepte wurden gefordert. Eine Einleitung der Salzlauge in die Werra und ein Verpressen im Erdreich seinen nicht tragfähig. Immerhin gehe es um die zukünftigen Generationen, die mit einer versalzenen Werra und Trinkwasserproblemen leben müssen.
Gerstungens Bürgermeister Werner Hartung verwies auf die 100-jährige Kaliproduktion. Die Gewinne gingen dabei zu den Privaten, die Umweltfolgen trügen die Kommunen. Unfassbar sei deshalb das jetzige starke Einleiten von Salzlauge in die Werra.
Zu den Teilnehmer der Kundgebung, zu der Kanuten aus neun Bundesländern kamen, sprach auch Kartin Göring-Eckhardt, Vize-Präsidentin des Bundestages (Bündnis 90-Die Grünen). Sie verwies auf das Jahr der Artenvielfalt, das jetzt von Bund propagiert werde und wie das konkrete Handeln aussehe. Für Bundesumweltminister Gabriel werde die Werra nie den europäischen Wasserstandard erreichen. «Eine unzumutbare Aussage des Ministers», so Göring-Eckart.
«Mit der Teilnahme vieler Kanuten an der Kundgebung und Protestfahrt gegen die Versalzung von Werra und Weser, wollen wir Flagge zeigen», betonte Hermann Thiebes, Vizepräsident des Deutschen Kanuverbandes.

Hunderte Luftballons trieben auf der Werra und forderten mit ihrer Aufschrift: Stoppt die Laugeneinleitung. Viele Kanuten, Paddler und Wasserwanderer machten sich nach der Kundgebung auf der Werra nach Hörschel zum Kanu-Club auf.

Rainer Beichler |

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